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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
Fristlose Entlassung eines unkündbaren Innsbrucker Bankangestellten rechtswidrig

Gewerkschaft gewinnt Rechtsstreit um ehemaligen Mitarbeiter bei Innsbrucker Großbank

Fristlose Entlassung eines unkündbaren Innsbrucker Bankangestellten rechtswidrig

Diese Woche erhielt die GPA-djp Tirol das Gerichtsurteil des Innsbrucker Landesgerichts im Rechtsstreit um eine langjährigen Bankmitarbeiter. Grund der rechtswidrigen Entlassung nach 31 Berufsjahren war eine angebliche verbale Auseinandersetzung unter ArbeitskollegInnen im Zuge einer Weihnachtsfeier im Dezember 2013. „Es handelt sich hier leider nicht um einen Einzelfall. In der heutigen Arbeitswelt werden offenbar alle Register gezogen, sich von älteren erfahrenen ArbeitnehmerInnen kostengünstig zu trennen. Wir wollen und müssen dem auch künftig mit Gerichtsverfahren entgegenwirken“, erklärt GPA-djp Regionalgeschäftsführer Harald Schweighofer.

Chronologie bei Innsbrucker Großbank-Filiale
2013 fand die alljährliche Weihnachtsfeier des Großbankunternehmens statt. Unter Beobachtung durch die Führungsetage, es war der ehemalige Landesdirektor höchstpersönlich anwesend, kam es zu vorgerückter Stunde zu einem Wortwechsel von MitarbeiterInnen. „Die Unternehmensführung hat die Auseinandersetzung beobachtet und schritt dennoch nicht ein, obwohl dies eine Aufgabe im Rahmen der Fürsorgepflicht gewesen wäre. Erst fünf Tage später kam für den langjährigen und sehr firmentreuen Mitarbeiter die fristlose Entlassung. Den Inhalt des Streites konnte die Gegenseite nicht einmal glaubhaft im Gerichtsverfahren mitteilen“, informiert Schweighofer.

Unwahre Behauptungen in der Klagsschrift der Großbank, Finanzbereich droht zunehmend zu verrohen
Dass dem Bankangestellten seitens des Arbeitgebers zudem Fehlverhalten im Umgang mit anderen Mitarbeitern in der Filiale vorgeworfen wurde, widerlegten die ArbeitskollegInnen selbst. Die Gewerkschaft vermutet hinter dem rechtswidrigen Vorgehen eine leider gängige Praxis. „Einige UnternehmerInnen versuchen leider über den Abbau älterer ArbeitnehmerInnen ihre Misswirtschaft der vergangenen Jahre wieder gutzumachen. Mit Sicherheit der falsche Weg“, so Schweighofer abschließend.

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