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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
Kampf gegen Umgehungsverträge von Tiroler BerufseinsteigerInnen wird verschärft

GPA-djp will mit „Watchlist Praktikum“ dreiste Vorgehensweisen publik machen

Kampf gegen Umgehungsverträge von Tiroler BerufseinsteigerInnen wird verschärft

In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BASK) und von der „Plattform Generation Praktikum“ auf der Onlineplattform www.watchlist-praktikum.at will die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) Tirol den Kampf gegen dubiose Inserate verstärken. „Unsere Erfahrung der letzten Monate hat uns gezeigt, dass man in Tirol oft in Form von Veröffentlichung rechts- oder kollektivvertragswidriger Handlungen, Unternehmen zur Vernunft bringen kann. Dieses Mittel wollen wir auch für mehr Rechte junger ArbeitnehmerInnen nutzen. Daher können PraktikantInnen auch rückwirkend anonym melden, wie ihr Praktikum bezüglich Bezahlung und Arbeitszeit abgelaufen ist“, informiert Harald Schweighofer.

Die Angaben werden zur Prüfung an die Tiroler Gebietskrankenkassen weitergeleitet, die bei Vorliegen von Arbeitsverträgen die sozialversicherungsrechtliche Richtigstellung verlangen können. „Bisher haben wir über die Plattform bereits konkrete Meldungen erhalten. Leider ist es für einige Tiroler Unternehmen ist es offensichtlich ganz normal, BerufseinsteigerInnen auszubeuten. In vielen Fällen zeichnet sich das schon in den Inseraten ab, in denen ganz unverhohlen hohe Qualifikationen und Flexibilität zum Billigst- oder sogar zum Nulltarif gefordert werden. Ausschreibungen lassen Rückschlüsse auf die tatsächlichen Arbeitsbedingungen zu, sind also ein erster Indikator dafür, ob PraktikantInnen angemessen und rechtskonform behandelt werden“, so Schweighofer.

Ein Praktikum, das sich als verstecktes Arbeitsverhältnis entpuppt, muss selbstverständlich laut Kollektivvertrag oder zumindest laut ortsüblichem Entgelt entlohnt werden. „An unseren Forderungen hat sich nichts geändert: die Entlohnung von PraktikantInnen muss nach Kollektivvertrag erfolgen, die Lehrinhalte von Praktika müssen in den Hochschullehrplänen definiert werden und wir brauchen eine Beweislastumkehr. Es ist nicht einzusehen, dass immer die PraktikantInnen initiativ werden müssen, um zu beweisen, dass sie nichts gelernt haben - die Arbeitgeber sollen schlicht nachweislich erklären, was sie vermitteln“, so Schweighofer abschließend.

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