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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
Schweighofer: „Urlaubsrecht muss die Bedürfnisse von flexiblen ArbeitnehmerInnen berücksichtigen“

Sechste Urlaubswoche bleibt auf der Agenda der GPA-djp

Schweighofer: „Urlaubsrecht muss die Bedürfnisse von flexiblen ArbeitnehmerInnen berücksichtigen“

Die Forderung nach einer sechsten Urlaubswoche bleibt auch für 2015 auf der Agenda der Gewerkschaft. „Je mehr Erholung und Regeneration, desto höher die Motivation. Gesunde Beschäftigte sind produktiver als ihre kranken KollegInnen, sie entlasten also auch die Sozialversicherung. Es wäre also hoch an der Zeit, das Urlaubsrecht so zu ändern, dass es den Bedürfnissen von flexiblen ArbeitnehmerInnen in der heutigen Zeit entspricht“, erklärt Harald Schweighofer, Regionalgeschäftsführer der GPA-djp Tirol.

Die sechste Urlaubswoche gibt es bereits jetzt, nämlich beispielsweise für Beschäftigte in der Privatwirtschaft nach 25 Jahren Betriebszugehörigkeit oder für Beschäftigte im Öffentlichen Dienst ab dem 43. Lebensjahr. „Unsere Forderung, die sechste Urlaubswoche für mehr ArbeitnehmerInnen erlebbar zu machen, ist also kein Nonsens, sondern eine Frage von längst fälliger Gleichstellung und Fairness. Daher fordern wir weiter die Einführung ein. Die leichtere Erreichbarkeit der sechsten Urlaubswoche wäre nicht nur in den von Frauen dominierten Branchen wie dem Handel oder der Gesundheits- und Sozialwirtschaft eine enorme Verbesserung, von der auch die Arbeitgeber profitieren würden“, so Schweighofer.

Viele ArbeitnehmerInnen empfinden ihren Anspruch auf Urlaub als Selbstverständlichkeit, bezahlter Urlaub ist einfach nicht mehr wegzudenken. „Dabei wird häufig vergessen, dass die rechtliche Absicherung und die Durchsetzung des Anspruchs auf Urlaub, wie übrigens auch jener auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld, von den Gewerkschaften in mühsamen Verhandlungen mit Arbeitgebern oder Bundesregierung erreicht worden ist“, erklärt Schweighofer.

„Wir stehen für eine Weiterentwicklung des Urlaubsrechts. Das derzeit geltende Urlaubsrecht zielt auf eine lange Zugehörigkeit bei einem Arbeitgeber ab. „Sechs Wochen Urlaub gibt es nur für ArbeitnehmerInnen, die 25 Jahre beim selben Arbeitgeber beschäftigt sind. Die Flexibilität und die Mobilität der ArbeitnehmerInnen haben aber stark zugenommen, die durchschnittliche Verweildauer bei einem Arbeitgeber ist deutlich kürzer geworden, besonders in Tirol“, so Schweighofer.

In Bereichen, in denen die Fluktuation besonders hoch ist, wie im Handel oder bei den sozialen Dienstleistungen, haben immer weniger Beschäftigte den Anspruch auf eine sechste Urlaubswoche. „Die Praxis zeigt auch, dass besonders Frauen aufgrund von Unterbrechungen zur Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen selten die Anspruchsberechtigung auf eine sechste Urlaubswoche erreichen. Dabei würde gerade ein längerer Jahresurlaub beispielsweise auch die Organisation von Kinderbetreuung in den Sommermonaten für viele einfacher gestalten“, schließt der Regionalgeschäftsführer der GPA-djp Tirol.

Rückfragen: Harald Schweighofer  (+43676817118100)
 

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