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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
Schweighofer ortet falsches Signal

Soziale Dienste GmbH: Landesregierung verabschiedet sich aus der Verantwortung

Schweighofer ortet falsches Signal

 

 

 

Harald Schweighofer, Regionalgeschäftsführer der GPA-djp Tirol kritisiert die Auslagerung der Flüchtlingsagenden zur neu gegründeten Soziale Dienste GmbH. „Leider hat Tirol nun als letztes Bundesland die Flüchtlingsbetreuung mit 1. Jänner 2015 privatisiert. Wie auch in anderen Bereichen verabschieden sich politisch EntscheidungsträgerInnen von ihrer Verantwortung und übertragen diese auf eine privatrechtliche Gesellschaft. Gerade im Hinblick auf die Proteste der letzten Tage gegen Einsparungen in Sozialeinrichtungen ist das ein völlig falsches Signal. Jetzt wird es noch ausreichend Mittel für die Soziale Dienste GmbH geben, in den nächsten Jahren kann diese sehr schnell zum Bittsteller für finanzielle Unterstützung werden“, erklärt Schweighofer.

Für die GPA-djp Tirol wären die einheitlichen Standards in einer landeseigenen Betreuung möglich gewesen. „Was mich besonders stört, ist die angepriesene ‚höhere Flexibilität im Personaleinsatz‘. Das kennen wir aus anderen Bereichen. Nicht selten ist damit der Willkür Tür und Tor geöffnet, Versetzungen, Stundenkürzungen und Freisetzungen sind die Folgen. Wir werden auf jeden Fall den betroffenen ArbeitnehmerInnen mit Rat und Tat zur Seite stehen und besonders bei der Übernahme durch den neuen Arbeitgeber auf Dienstverträge, Übernahmebedingungen und Einhaltung der arbeitsrechtlichen Normen schauen“, so Schweighofer.

Auch bei der Anmietung von Flüchtlingsunterkünften ist es laut Schweighofer ein großer Unterschied, ob sich ein Mitglied der Landesregierung oder ein Geschäftsführer der ausgegliederten Soziale Dienste GmbH bei BürgermeisterInnen oder einem VermieterInnen meldet. „ Es wurden immer wieder gute Kompensationsgeschäfte über diesen Bereich abgewickelt, wie beispielsweise Anrainerinteressen, was ich aus meiner eigenen früheren kommunalpolitischen Tätigkeit her bestens weis“, schließt Schweighofer.

 

 

 

 

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