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Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Warnstreiks in Oberösterreich gestartet

KV-Verhandlungen in der Sozialwirtschaft (SWÖ) erneut unterbrochen

Die Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 125.000 Beschäftigten im privaten Gesundheits- und Sozialbereich wurden in der Nacht zum 11. Februar erneut ergebnislos unterbrochen. Ab 12. Februar finden daher bis Freitag in 37 Einrichtungen in Oberösterreich Warnstreiks statt. In zahlreichen anderen Betrieben gibt es Protest-Betriebsversammlungen.

Nachdem die Arbeitgeber in der dritten Runde bereits zu konstruktiven Gesprächen über eine mögliche Etappenlösung bereit gewesen waren, herrscht seit der vierten Runde Gesprächsverweigerung. In der fünften Runde haben die Arbeitgeber lediglich vorgeschlagen, die Entscheidung über eine mögliche 37-Stunden-Woche in die Betriebe zu verlagern. Es wurde daher beschlossen, von Mittwoch bis Freitag österreichweit in Betrieben der Sozialwirtschaft Warnstreiks durchzuführen.

„Seit vier Jahren ist das Thema Arbeitszeitverkürzung auf dem Tisch, weil es ein riesiger Schritt wäre, um den Beruf attraktiver zu machen, wovon alle Beteiligten profitieren würden. Ich bin empört darüber, dass die Arbeitgeberseite nun plötzlich nichts mehr davon wissen will“, so Manuela Pachler, Betriebsratsvorsitzende von PROGES.

Als Termin für eine weitere Kollektivvertragsverhandlung wurde der 17. Februar 2020 festgelegt. Sollte es dann wieder zu keiner Einigung kommen, ist bereits eine zweite Streikwelle in Planung und zwar von 26. bis 28. Februar.

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