Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.

GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
81,7 Prozent der Befragten stimmten mit Nein.
Symbolbild Stimmzettel 81,7 Prozent der Befragten stimmten mit Nein.

81,7 Prozent der Handelsangestellten sagen Nein!

Urabstimmung zur Sonntagsöffnung in Bad Ischl

Die GPA-djp OÖ führte am 10. Oktober in der Bad Ischler Innenstadt eine Urabstimmung bei den Handelsangestellten durch. Das Ergebnis ist eindeutig: 81,7 Prozent der Beschäftigten sprechen sich klar gegen Sonntagsarbeit aus
Grund für die Befragung war ein Antrag der Wirtschaftskammer, Bezirksstelle Gmunden, an das Land OÖ für eine Geschäftsöffnung im Zuge des Nikolo-Marktes am 8. Dezember 2019, der heuer auf einen Sonntag fällt. Die GPA-djp OÖ setzt sich mit allen Mitteln ein, dies zu verhindern.

Sonntagsöffnung rechtswidrig

„Die beantragte Sonntagsöffnung ist rechtswidrig. Bereits im Jahr 2013 gab es diesbezüglich eine Ministerweisung an den oberösterreichischen Landeshauptmann“, stellt Andreas Stangl, Geschäftsführer der GPA-djp OÖ, klar.
GewerkschafterInnen waren am 10. Oktober in Bad Ischl unterwegs und besuchten Handelsbetriebe in der Innenstadt. Sie führten viele persönliche Gespräche mit den Beschäftigten, aber auch mit Ladenbesitzern und ließen sie abstimmen, ob sie am Sonntag arbeiten möchten oder nicht. Das Ergebnis war mehr als deutlich: 81,7 Prozent der 122 Befragten stimmten gegen die Sonntagsarbeit.

Vorgehen der Wirtschaftskammer unverständlich

Völlig unverständlich ist die Vorgangsweise der Wirtschaftskammer. Auf der einen Seite schließt sie mit der GPA-djp einen Kollektivvertrag ab, der klar regelt, dass es in der Vorweihnachtszeit durch die langen Samstagsöffnungen keine Sonntagsarbeit geben soll und anschließend beantragt sie das Gegenteil.
„Die Behauptung, dass sich das Recht auf Sonntagsöffnung aus dem Markterhebungsrecht aus dem Jahre 1466 ergebe, ist völlig absurd, wenn man bedenkt, dass das Öffnungszeitengesetz zuletzt 2003 novelliert wurde und die KV-Bestimmung, die den Sonntag besonders schützt, wenn er auf einen 8. Dezember fällt, im Jahr 2000 abgeschlossen wurde“, wundert sich Stangl.
„Die Wirtschaftskammer behauptet, dass der Großteil der Beschäftigten am Sonntag arbeiten wolle. Ein Abstimmungsergebnis von 81,7 Prozent Nein-Stimmen belegt allerdings das Gegenteil und ist ein klarer Auftrag an uns, dass wir unsere Linie beibehalten“, ist Stangl zufrieden mit der positiven Resonanz.

Handelsangestellte stark belastet

„Den Handelsangestellten in der ohnehin stark belastenden Vorweihnachtszeit auch noch einen freien Sonntag zu stehlen, ist ein enormer Eingriff in die Rechte der ArbeitnehmerInnen. Sogar viele UnternehmerInnen, die selber im Geschäft stehen, sind der Gewerkschaft dankbar für ihren Einsatz zum Erhalt der Sonntagsruhe. Auch sie brauchen einen freien Tag, um sich zu erholen“, sagt Wolfgang Gerstmayer, Geschäftsführer-Stv., der persönlich viele Gespräche in Bad Ischl führte.

Artikel weiterempfehlen