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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Neuer Stil: Gesprächsverweigerung?

Protestkundgebung vor dem Linzer Landhaus

Die Gewerkschaften sind empört über den Stil des Landes OÖ. Der Landeshauptmann verweigert konsequent Verhandlungen über das Pflegepaket und stuft Pflegefachassistenz mit viel zu niedrigen Gehältern ein.

Schon am 20. November hatten vier Gewerkschaften in einem Brief an Landeshauptmann Thomas Stelzer um einen Gesprächstermin zur Behandlung wesentlicher Punkte eines neuen Pflegepakets für eine zukunftsorientierte Gestaltung der Gesundheitsberufe ersucht. Trotz insgesamt sechsmaliger Anfrage hat es das Land OÖ noch immer nicht der Mühe wert gefunden, auf die Terminanfrage der Gewerkschaften zu reagieren.

Aus diesem Grund protestierten die Gewerkschaften GPA-djp OÖ, younion, vida und die FSG GÖD 31.1.2019 vor dem Linzer Landhaus. Sie verteilten Flugblätter und sprachen mit den Landtagsabgeordneten.

Hintergrund ist, dass kürzlich ein Schreiben des Landes an die Ordenskrankenanstalten ergangen ist, in dem eine Einstufung der Pflegefachassistenz in die Besoldungsstufe 18 + 100%-Zuschlag zu Stufe 17 vorgesehen sei. Ein Pflegezuschlag ist dabei keiner vorgesehen. Dadurch würden den Beschäftigten 213 Euro pro Monat entgehen – insgesamt also bei 14 Gehältern fast 3000 Euro pro Jahr.

Dass in einem weiteren Schreiben nur von einem „vorläufigen Zwischenergebnis“ die Rede ist, ist eine besondere Provokation. Erstens hat noch keine einzige Verhandlung stattgefunden und zweitens wurden im Neuromed-Campus des Kepler-Universitätsklinikums bereits Stellen für Pflegefachassistenzen mit genau dieser Einstufung ausgeschrieben.

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