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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Sternmarsch für ein soziales Österreich in Linz

6.000 Menschen marschierten für die Erhaltung des Sozialsystems

In drei Demonstrationszügen, die sich vor der Wirtschaftskammer vereinigten und dann gemeinsam zum Landhaus weiterzogen, protestierten heute in Linz 6.000 Menschen gegen die von der Bundesregierung geplanten Strukturänderungen, die utopischen geforderten Kürzungen in der AUVA und die planlose Zusammenlegung der Sozialversicherungen ohne Rücksicht auf die Versicherten und die Beschäftigten.

Brutale Umverteilung

„Die Angriffe gegen unser Sozialsystem gehören zu einer Strategie, Arbeitnehmerinteressen massiv zurückzudrängen. Ziel ist eine brutale Umverteilung, nämlich zu Gunsten der Großunternehmer und zu Lasten der Allgemeinheit“, kritisiert Andreas Stangl, Geschäftsführer der GPA-djp OÖ, in seiner Rede die Pläne der Bundesregierung.
„Die Zusammenlegung der SV-Träger kommt einer Entmündigung der ArbeitnehmerInnen gleich. Derzeit repräsentieren die ArbeitnehmervertreterInnen die überwiegende Mehrheit der Versicherten, für die die Gebietskrankenkassen ursprünglich geschaffen wurden. Man will den Beschäftigten ihr Selbstbestimmungsrecht nehmen und dagegen wehren wir uns entschieden“, so Stangl weiter.

AUVA unverzichtbarer Bestandteil

„Unter dem Motto ‚Alles aus einer Hand‘ ist die AUVA ein wesentlicher und unverzichtbarer Bestandteil des österreichischen Gesundheitssystems. Eine Beitragssenkung führt zu Leistungskürzungen. Das hat man schon in der Vergangenheit gesehen, als wir in Linz deshalb die Brandverletztenversorung aufgeben mussten.
Auch die Wirtschaft profitiert von der Versorgung der Freizeitunfall-Opfer, denn diese garantiert eine rasche Rückkehr ins Arbeitsleben. Arbeitgeber und Wirtschaftskammer müssen endlich auf‎stehen und mit uns für den Erhalt der AUVA kämpfen“, fordert Martina Kronsteiner, Betriebsratsvorsitzende des Linzer Unfallkrankenhauses.

Kürzungen auf Kosten jedes Einzelnen

„Wir stellen uns entschieden gegen Kürzungen auf Kosten einer funktionierenden Versorgung und von Arbeitsplätzen. Aufgrund geringster Verwaltungskosten, könnte nur bei den Leistungen gespart werden und das trifft ALLE Versicherten. Jetzt gilt es, die Bevölkerung über die Veränderungen und Folgen aufzuklären und sicherzustellen, dass Gesundheit nicht zur Geldfrage für jeden Einzelnen wird“, sagt Werner Steininger, Betriebsratsvorsitzender der OÖ GKK.

Jetzt aktiv werden!

Herzstück der Kampagnen "Herz für ein soziales Österreich" ist die Website www.herzfuersoziales.at
Alle Österreicherinnen und Österreicher werden darin aufgefordert, sich aktiv in diese Kampagne einzubringen. Sowohl bei den Kurzvideos als auch den Testimonials auf der Seite handelt es sich um Personen, die konkrete Erfahrungen mit unsrem Sozialsystem gemacht haben. „Wir brauchen keine Verhältnisse wie in Ländern, in denen das Geld über die Versorgung entscheidet. Deshalb werde aktiv, unterstütze uns und lasse nicht zu, dass unsere sozialen Errungenschaften Stück für Stück abgebaut werden“, heißt es im zentralen Aufruf.

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