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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
Rund 200 Beschäftigte machten ihrem Ärger über einen geplanten KV-Wechsel Luft. Rund 200 Beschäftigte machten ihrem Ärger über einen geplanten KV-Wechsel Luft.

KV-Flucht bei pro mente Reha: 200 Beschäftigte machen ihrem Ärger Luft

Gewerkschaft protestiert gegen Gehaltsdumping

Bei einer Kundgebung vor der pro mente Reha GmbH am Linzer Lonstorferplatz machten rund 200 Beschäftigte ihrem Ärger über einen geplanten KV-Wechsel Luft. Dieser würde enorme Verschlechterungen bringen, daher lehnen Gewerkschaft und Betriebsrat diesen Schritt vehement ab.

Die Geschäftsführung von pro mente Reha plant, anstatt des Kollektivvertrags für die Sozialwirtschaft (SWÖ-KV) in Zukunft den wesentlich schlechteren Kur- und Reha-KV anzuwenden. Dies würde massive Gehaltseinbußen, eine Verlängerung der Arbeitszeit von 38 auf 40 Stunden, den Wegfall der SEG-Zulage und vieles mehr bedeuten. Betroffen davon wären alle neu eintretenden Beschäftigten, was zur Folge hätte, dass es innerhalb des Betriebes zwei Klassen von ArbeitnehmerInnen gäbe. Die GPA-djp OÖ und der Zentralbetriebsrat von pro mente Reha lehnen den KV-Wechsel daher klarerweise strikt ab.

Kollektivvertrag für Sozialwirtschaft muss bleiben

Nach mehreren erfolglosen Gesprächen mit der Geschäftsführung und dem Vorstand war es nun nötig, den Druck zu erhöhen. "Unser Ziel ist es nicht nur, diese KV-Flucht zu verhindern, sondern auch für die Zukunft vorzubeugen. Eine sinnvolle Lösung wäre, den gesamten Bereich der psychosozialen Reha in den SWÖ-KV zu bringen, damit solche Tricks erst gar nicht mehr möglich sind", so Andreas Stangl, Geschäftsführer der GPA-djp OÖ.

"Es geht nicht nur um schlechtere Bezahlung und mehr Arbeitsstunden, sondern auch um eine Abwertung der Leistungen, die unsere KollegInnen tagtäglich im psychosozialen Bereich erbringen. Dagegen wehren wir uns ganz entschieden!", ergänzt Julia Rass, Betriebsratsvorsitzende des Sonnenpark Lans und zugleich Zentralbetriebsratsvor-sitzende von pro mente Reha.

"Wir werden sicherlich nicht zulassen, dass Einsparungsmaßnahmen, die offenbar aufgrund von Missmanagement notwendig geworden sind, auf dem Rücken der MitarbeiterInnen ausgetragen werden", erteilt Stangl dem geplanten KV-Wechsel eine klare Absage.

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