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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
ARGE Kinderbildung und -betreuung

Gründung der ARGE Kinderbildung und -betreuung

Konsequenz aus dem umstrittenen OGH-Urteil: Jetzt sollen die teils schwierigen Rahmenbedingungen in der Kinderbetreuung in Angriff genommen werden. Dazu wurde die ARGE Kinderbildung und –betreuung gegründet.

Die mehr als umstrittene Verurteilung eines Kindergartenerhalters wegen angeblicher Verletzung der Aufsichtspflicht einer Pädagogin – eine Fünfjährige war von der Rutsche gestürzt, die Eltern hatten auf Schmerzensgeld geklagt – hat Folgen: nachdem KindergartenpädagogInnen aus der gesamten Steiermark, die insgesamt schwierige Arbeitssituation beklagt und die Unterstützung der Politik eingefordert hatten, haben sich die BetriebsrätInnen und PersonalvertreterInnen aus öffentlichen, kirchlichen und privaten Einrichtungen zusammengetan und auf gemeinsame Initiative die „Arbeitsgemeinschaft Kinderbildung und –betreuung“ gegründet.

Im Kern-Team der ARGE sind Rosemarie Geiger-Essert (Kindergartenleiterin und Verfasserin des offenen Briefes), Alexandra Obendrauf (Kindergartenpädagogin, Berufsvertretung), Brigitte Schwarz-Stine (Kindergartenleiterin, Betriebsratsvorsitzende, GPA-djp), Roswitha Göry (Kindergartenleiterin, Betriebsrätin, GPA-djp), Klaus Ulrich (Hortpädagoge, Personalvertreter, younion), Anita Ledinski (Kindergartenleiterin, Personalvertreterin, younion), sowie Anja Klug (Regionalsekretärin der GPA-djp) und Wilhelm Kolar (Landesvorsitzender younion Steiermark).

Bessere Rahmenbedingungen gefordert

Das wesentliche Ziel der ARGE Kinderbildung und –betreuung ist es, die Rahmenbedingungen im Bereich der elementaren Kinderbildung und –betreuung in der Steiermark zu verbessern. Um weiterhin eine qualitätsvolle Arbeit für die Kleinsten in unserem Land leisten zu können, braucht es mehr Personal, mehr Zeitressourcen und eine bessere bzw. gerechtere Entlohnung der PädagogInnen und BetreuerInnen.

Ein wichtiges Thema ist in diesem Zusammenhang die schon jahrelang geforderte Freistellung von LeiterInnen und die Erhöhung der LeiterInnenzulage.
Doch auch die neue Bundesregierung ist gefordert. Denn was immer noch fehlt, sind bundesweit einheitliche Qualitätsstandards, Betreuungsschlüssel und Gruppengrößen, die den besonderen Herausforderungen der heutigen Zeit gerecht werden.

Daher fordern wir:

  • Ein einheitliches Bundesgesetz statt neun Landesgesetzen zur Qualitätssicherung in Österreichs Kindergärten
  • Bessere Rahmenbedingungen um den Bildungsrahmenplan tatsächlich umsetzen zu können
  • Einen PädagogInnen/BetreuerInnen-Kind-Schlüssel entsprechend moderner wissenschaftlicher Erkenntnisse (siehe Studie der Arbeiterkammer Steiermark über die Arbeitsbedingungen und Arbeitsbelastungen in steirischen Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen)
  • Einen bundesweit einheitlichen Kollektivvertrag für private Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen
  • Bessere Rahmenbedingungen für LeiterInnen - ab der 4. Gruppe muss eine Einrichtungsleitung gänzlich freigestellt werden. Darunter hat eine aliquote Freistellung für Administrationszeit sowie die Erhöhung der Leitungszulage zu erfolgen
  • Bundesweit einheitliche Ausbildung und Berufsbezeichnung für KindergartenhelferInnen
  • Mindestgehalt:  1.700,- Euro Mindestgehalt für KindergartenhelferInnen, 2.500.- Euro Mindestgehalt für ElementarpädagogInnen


Kontakt:

Anita Ledinksi
anita.ledinski@deutschlandsberg.at

Brigitte Schwarz-Stine
betriebsrat@wiki.at

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