GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

12-Stunden-Tag? So nicht!

Vorsicht Mogelpackung aus dem Hause IV & Co

Seit Jahren wird in Österreich wegen der Arbeitszeit gestritten. Unternehmerlobbies verlangen mehr „Arbeitszeitflexibilität“. Sie behaupten, das Arbeitszeitrecht sei zu starr und verlangen eine Anhebung der täglichen Höchstarbeitszeit auf 12 Stunden. Nur so könnten Auftragsspitzen abgearbeitet werden und Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben.

Darum geht´s wirklich

Beschäftigte in Österreich arbeiten sehr flexibel. Die Kollektivverträge enthalten ausreichend Regelungen, die die Interessen von Betrieben und Beschäftigten berücksichtigen. Das Arbeitszeitgesetz erlaubt in Ausnahmefällen und zeitlich befristet schon jetzt eine tägliche Höchstarbeitszeit bis zu 12 Stunden. Wenn Unternehmervertreter von mehr Flexibilität sprechen, meinen sie in Wahrheit längere Arbeitszeiten für weniger Geld und weniger Mitsprache.

Der ÖGB und die Gewerkschaften sind bereit, über neue Formen flexibler Arbeitszeit zu verhandeln. Unsere Bedingungen: Arbeitszeitverkürzung und Berücksichtigung der Interessen der Beschäftigten (Familie, Gesundheit). Zu diesem fairen Deal war die Arbeitgeberseite bisher nicht bereit.

Österreichs Beschäftigte arbeiten flexibel

  • „„1,4 Millionen ArbeitnehmerInnen werden mindestens 1x im Monat zu kurzfristiger Mehrarbeit aufgefordert.
  • Jeder vierte Mann und jede fünfte Frau werden mindestens 1x pro Woche aufgefordert, länger zu arbeiten.
  • „„Nur knapp 30% können sich kurzfristig 1-2 Tage frei nehmen.
  • „„Mit 41,5 Stunden pro Woche sind wir bei der Länge der Arbeitszeit im europäischen Spitzenfeld.

Wir fordern:

  • „„Mehr Selbstbestimmung bei der Arbeitszeit
  • „„Leichtere Erreichbarkeit der 6. Urlaubswoche
  • „„Abbau der Überstundenbelastung
  • „„Gesetzliche und kollektivvertragliche Arbeitszeitverkürzung

Wussten Sie, dass…

….bei einem 12-Stunden-Tag ohne Überstundenzuschläge die ArbeitnehmerInnen jedes Jahr 1,5 Milliarden Euro verlieren würden?

In Österreich werden pro Jahr mehr als 250 Millionen Überstunden geleistet! Vollzeitbeschäftigte arbeiten in Österreich mit 41,5 Stunden pro Woche überdurchschnittlich lange, nur in Zypern und England wird länger gearbeitet. Gleichzeitig sind rund 400.000 Menschen arbeitslos.

54 Millionen davon werden nicht in Geld oder Zeit abgegolten!
 

Wussten Sie, dass…

… das Unfallrisiko ab der 9. Arbeitsstunde drastisch steigt?

Lange Arbeitszeiten sind nicht nur familienunfreundlich, sondern auch gefährlich. Nach der 9. Arbeitsstunde steigt das Unfallrisiko deutlich an.

FACEBOOK- & TWITTER-Sticker

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Hier finden Sie den Sticker: http://bit.ly/12StundentagSticker

Das Profilbild mit dem Sticker wird unter den „Fotos“ gespeichert und kann dann als Profilbild ausgewählt werden.

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  • „„Kostenlose Beratung in arbeitsrechtlichen Angelegenheiten
  • „„Kostenlose Vertretung vor Gerichten und Behörden bei arbeitsrechtlichen Ansprüchen nach 6-monatiger Mitgliedschaft
  • „„Berufsrechtsschutz- und Berufshaftpflichtversicherung
  • „„Die Gewerkschaft erkämpft über 45 Millionen Euro pro Jahr für ihre Mitglieder.

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