Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.

GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Robert-Hochner-Preis 2020 geht an Ulla Kramar-Schmid

Eine Dolmetscherin komplexer Zusammenhänge im Dienst des Fernsehpublikums

Ulla Kramar-Schmid, Leiterin des Bereichs Investigative Recherche im Aktuellen Dienst des ORF-Fernsehens, wird mit dem Robert-Hochner-Preis 2020 ausgezeichnet.

Die Begründung der Jury lautet:

Gerade in Zeiten versuchter „Message Control“ mit wachsendem Inszenierungspersonal in den politischen Kabinetten und rückläufigen Kapazitäten in heimischen Redaktionen, hat die Arbeit investigativer Journalistinnen und Journalisten unverzichtbare Bedeutung erlangt. Ulla Kramar-Schmid nimmt hier eine Leuchtturmfunktion ein. Sie beweist mit ihren Kollegen in ihrer täglichen Arbeit den dafür erforderlichen Mut, gepaart mit der nötigen journalistischen Professionalität.

Es sind durchwegs „heiße Eisen“ der Politik, Justiz und Wirtschaft, die sie in vorbildlicher Weise anfasst und thematisiert. Sie lässt sich nicht einschüchtern und zeigt bei ihrer Arbeit besonderes journalistisches Rückgrat. So werden vielschichtige Zusammenhänge für das Fernsehpublikum nachvollziehbar auf den Punkt gebracht. Kramar-Schmids Fähigkeit besteht darin, innenpolitisch, wirtschaftlich und chronikal verwobene Themen in die ganze Bandbreite journalistischer Beitragsformen übersetzen zu können. Sie wird damit zur „Dolmetscherin“, die das Metier der Beiträge, der Analyse, des Interviews und auch der umfassenden Dokumentation beherrscht.

Ihre professionelle Universalität macht Kramar-Schmid auch immer wieder zu einer interessanten Teilnehmerin von ORF-„Pressestunden“. Sie ist und fragt hartnäckig, recherchiert penibel, hängt sich in Themen und beweist dabei langen Atem und oft auch ein gut anhaltendes Gedächtnis. Neben dieser Konsequenz ist Ulla Kramar-Schmid sozial couragiert und zeigt eine kritische Haltung gegenüber Machthabern aller Art.

Der Robert-Hochner-Preis wird heuer zum sechszehnten Mal vergeben. Die Prämierung erfolgt am 28. September 2020 durch Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Auslober ist die Journalistengewerkschaft, Sponsor der mit 7.500 Euro dotierten Auszeichnung der Verbund.

Namensgeber Robert Hochner hätte dieser Tage seinen 75. Geburtstag gefeiert.


Der Robert-Hochner-Jury 2020 gehörten an:

Ingrid Brodnig, Fritz Hausjell, Helga Lazar, Corinna Milborn, Clarissa Stadler, Michael Strugl, Paul Vécsei, Gabriele Waldner-Pammesberger

Artikel weiterempfehlen