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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
35-Stunden-Woche für 125.000 Beschäftigte gefordert.
Arbeitszeitverkürzung heißt mehr Gehalt für Teilzeitangestellte. Arbeitszeitverkürzung heißt mehr Freizeit für Vollzeitangestellte. 35-Stunden-Woche für 125.000 Beschäftigte gefordert.

KV Sozialwirtschaft: Fünfte Verhandlungsrunde ergebnislos unterbrochen!

Gewerkschaften GPA-djp und vida fordern weiter 35-Stunden-Woche

Die Kollektivvertragsverhandlungen für die 125.000 Beschäftigten im privaten Pflege-, Gesundheits- und Sozialbereich (Sozialwirtschaft Österreich, SWÖ) wurden am späten Montagabend nach 13 Stunden erneut ergebnislos unterbrochen. Die Arbeitgeber verweigern nach wie vor grundsätzlich das Gespräch über die Gewerkschaftsforderung nach der Einführung einer 35-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich.

Bereits zu Beginn stellten die Arbeitgeber klar, dass es keine generelle Arbeitszeitverkürzung geben kann, weil dies in vielen Betrieben nicht umsetzbar sei. Die Arbeitgeber haben dabei drei „Suchfelder“ vorgestellt, die sie mit uns verhandeln wollen. Erstens eine Lohn- und Gehaltserhöhung für das Jahr 2020, zweitens Lösungsmöglichkeiten für bestehende Probleme abseits der Arbeitszeitverkürzung und drittens Bereiche auszunehmen, wo eine Arbeitszeitverkürzung keinesfalls möglich sei.

Wir haben unsererseits die Machbarkeit der Arbeitszeitverkürzung anhand realer betrieblicher Beispiele eingebracht, die sowohl den Non-Profit als auch den Profitsektor betreffen. Weiters haben wir Beispiele aus unterschiedlichen Bundesländern, Bereichen und Betrieben eingebracht, wo sich auch Arbeitgeber eine Arbeitszeitverkürzung vorstellen können.

Interessanterweise wurde das Scheitern der Verhandlungen schon am frühen Nachmittag von einem Arbeitgeber der Presse avisiert, dieser Arbeitgeber scheint ein einfaches Rezept zur Lösung der Personalnot in seinem Betrieb gefunden zu haben:

https://kurier.at/wirtschaft/senecura-holt-pflegepersonal-aus-marokko/400750341

Danach wurde ein Konzept vorgelegt, bei dem sich die ArbeitnehmerInnen eine Stunde Arbeitszeitverkürzung selbst erkaufen können, allerdings nur dann, wenn es der Betrieb zulässt und eine Betriebsvereinbarung zustande kommt. Ansonsten gab es das Angebot für eine Lohn- und Gehaltserhöhung für das Jahr 2020 von 2,35 % und für das Jahr 2021 von 2,703 % (das entspricht dem Gegenwert von einer Stunde Arbeitszeitverkürzung).

Wir haben darauf hingewiesen, dass es bereits in der dritten Runde konstruktive Gespräche über eine mögliche Etappenlösung gab, und wir das Angebot der Arbeitgeber als Gesprächsverweigerung zu unserer Forderung sehen.

Wir haben daher die Verhandlungen kurz vor Mitternacht unterbrochen.

Der nächste Verhandlungstermin wurde für Montag, den 17. Februar vereinbart.

Demos für 35-Stunden Woche...

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