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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
Wolfgang Katzian, ÖGB Präsident Wolfgang Katzian, ÖGB Präsident
Barbara Teiber, Regionalgeschäftsführerin der GPA-djp Wien und Mitglied der Bundesgeschäftsführung Barbara Teiber

Sonntagsöffnung: Wiener Handelsangestellte sagen Nein!

95,9 Prozent sprechen sich gegen Arbeiten am Sonntag aus

Eine klare Mehrheit  von 95,9 % der Wiener Handelsnagestellten spricht sich gegen die Arbeit an Sonntagen aus. Das ergab eine vom Meinungsforschungsinstitut IFES durchgeführte Urabstimmung. An der brieflichen Abstimmung nahmen 23,2 % teil, das ist ein deutlich höherer Wert als bei der Befragung der Wirtschaftskammer vom Oktober 2014 mit 16 Prozent.

"Das eindeutige Ergebnis ist für uns ein klarer Auftrag, keine Öffnungszeiten und rechtliche Rahmenbedingungen zuzulassen, die nicht die Interessen der Betroffenen berücksichtigen. Wir gehen davon aus, dass auch die Stadt Wien nicht über die Köpfe der Wiener Handelsangestellten hinweg Entscheidungen treffen wird", stellt der Vorsitzende der GPA-djp Wolfgang Katzian klar.

Beschäftigte befragt, die von der Sonntagsöffnung betroffen wären

"Im Unterschied zur Wirtschaftskammer, die alle Mitglieder aus verschiedensten  Branchen  befragte, haben wir jene Beschäftigte im Wiener Handel abstimmen lassen, die unmittelbar von einer Sonntagsöffnung betroffen wären. Die Befragung wurde auf ganz Wien ausgedehnt, weil bislang nicht bekannt war, in welchen Bereichen allfällige Tourismuszonen eingerichtet werden sollten", so die Regionalgeschäftsführerin der GPA-djp Wien Barbara Teiber.

„Seit der ÖGB-Urabstimmung 2001 verfügt IFES über die Werkzeuge und das Know How, Abstimmungen und Briefwahlverfahren unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen optimal umzusetzen" betont Hermann Wasserbacher von IFES. Und weiter: "Eine Beteiligung von über 20% gilt bei derartigen Briefverfahren im nationalen Vergleich als sehr gute Beteiligung".

Städtetourismus boomt auch ohne Tourismuszone

Die Wirtschaftskammer Wien führt als Argument für die Einführung einer Tourismuszone in Wien immer wieder von Mehreinnahmen für den Handel und der Schaffung zusätzlicher 800 Arbeitsplätze. Allerdings wurden diese Studien nie veröffentlicht und die kolportierten Zahlen sind nicht seriös nachzuprüfen und somit anzuzweifeln. Der Städtetourismus boomt in Wien ungebrochen auch ohne Tourismuszone.

"Von jenen Teilen der Wiener Wirtschaft, die diese Frage unmittelbar betrifft, weil sie unser Ansprech- und Verhandlungspartner sind, nämlich von der Sparte Handel der Wiener Wirtschaftskammer, gab es bislang keine Aufforderung an die GPA-djp, über dieses Thema zu verhandeln. Sollte von der Sektion Handel der Wiener Wirtschaft das Ansinnen kommen, über konkrete Vorschläge für Tourismuszonen und die dafür nötigen rechtlichen und kollektivvertraglichen Rahmenbedingungen zu verhandeln, wird die GPA-djp dies als verantwortungsvoller Sozialpartner selbstverständlich wahrnehmen", so Katzian.

Werden Verstöße beim Songcontest zur Anzeige bringen

Dies betrifft auch Verhandlungen über Rahmenbedingungen für geänderte Öffnungszeiten während des Eurovision Song Contests. "Sehr befremdend ist, dass offenbar bereits Wiener Unternehmen damit begonnen haben, die Angestellten für den Dienst am Sonntag in der Woche des Song Contests einzuteilen. Das ist nicht legal und die Betroffenen sollen sich dringend mit der GPA-djp in Verbindung setzen. Wir werden jeden Verstoß gegen das Öffnungszeitengesetzt beim Song Contest zur Anzeige bringen", so Katzian abschließend.

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