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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Wir machen Druck für den Drucker-Kollektivvertrag!

Wie konnte es dazu kommen? Im September 2016 hat der Verband Druck & Medientechnik trotz laufender Arbeitsgruppengespräche zur Modernisierung des Kollektivvertrags mit uns beschlossen, nicht mehr Partner für den Kollektivvertrag sein zu wollen. Wir haben das aus den Medien erfahren und sofort darauf reagiert. Unseren Appell, sofort über einen neuen Kollektivvertrag zu verhandeln, haben die Verantwortlichen des Fachverbands Druck in der WKÖ abgelehnt mit der Begründung, erst dafür zuständig zu sein, wenn der Kollektivvertrag seine Gültigkeit verliert.

9.000 Beschäftigte ohne kollektivvertraglichen Schutz

Seit 14. Juni 2017 ist dieser älteste KV der Republik durch die Aberkennung des Bundeseinigungsamts tatsächlich Geschichte – wir haben am Tag der Kundmachung dieses Entscheids die Verantwortlichen mit einer lautstarken Kundgebung vor der Zentrale der WKÖ in Wien dazu aufgefordert, so schnell wie möglich einen neuen Kollektivvertrag mit uns zu verhandeln.
Warum das so wichtig ist? Die rund 9.000 Beschäftigten in den österreichischen Druckereien arbeiten seit 14. Juni 2017 ohne kollektivvertraglichen Schutz. Das bedeutet, dass Unternehmer die Rahmenbedingungen ändern können, immer mehr schwarze Schafe unter den Arbeitgebern nutzen das auch aus: Kolleginnen und Kollegen sind mit Verschlechterungen der Arbeitszeit, beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld konfrontiert. Das war auch der Grund einer weiteren Demonstration – im September haben wir der Besitzerin einer steirischen Druckerei, die ihren Beschäftigten die Arbeitszeit verlängerte und Zulagen kürzte, ebenso lautstark mitgeteilt, was wir von dieser Vorgangsweise halten.


Nein zu Vertröstungskurs!

Wir drängen seit September 2016 auf Verhandlungen für einen neuen Kollektivvertrag. Was wir alles unternommen haben, ist in der Chronologie auf dieser Website nachzulesen. Fakt ist: Seit Monaten scheitern alle Versuche und Gespräche über eine kollektivvertragliche Absicherung für alle Beschäftigten in der Branche an den Verantwortlichen des Fachverbandes Druck in der WKÖ, die sich immer wieder hinter Formalitäten verstecken. Dieses Verhalten lässt uns keine andere Wahl, als eine andere Tonart anzuschlagen – diesen Vertröstungskurs lassen wir uns nicht mehr länger gefallen!

Beschluss zum strategischen Arbeitskampf

BetriebsrätInnen aus ganz Österreich haben einen strategischen Arbeitskampf beschlossen, der jetzt in die heiße Phase kommt.
Die kommenden Wochen werden wir dafür nutzen, die Beschäftigten in den Betrieben zu informieren und auch mit öffentlichen Aktionen auf diesen Konflikt aufmerksam zu machen.


Wir haben die Eskalation dieses Konflikts auf betrieblicher Ebene nicht angestrebt, aber viele Kollegen sind mit ihrer Geduld am Ende. Die Verantwortlichen in der WKÖ wären gut beraten, sich rasch mit uns an einen Tisch zu setzen und endlich ehrlich an konstruktiven Lösungen zu arbeiten: Wir fordern die kollektivvertragliche Absicherung für alle Beschäftigten in der Branche!

Die Drucker machen Druck für den Kollektivvertrag – dafür brauchen wir auch Deine Unterstützung!


 

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