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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Zweite KV-Verhandlungsrunde ergebnislos unterbrochen

Gewerkschaften und Arbeitgeber konnten sich auf keinen Gehaltsabschluss einigen. Das aktuelle Arbeitgeberangebot bedeutet massiven Reallohnverlust für die Beschäftigten der Branche.
Am 6. Mai 2020 hat die zweite KV-Verhandlung zwischen den Gewerkschaften PRO-GE, GPA-djp und dem Fachverband der chemischen Industrie stattgefunden.
 
Zu Beginn der Verhandlung wurden die aktualisierten Wirtschaftsprognosen – bedingt durch die Coronakrise – eingehend diskutiert. Die Arbeitgeber forderten von den Beschäftigten mehr Solidarität und Flexibilität. Gleichzeitig wollten sie die guten Ergebnisse des Jahres 2019 sowie die Solidarität und Flexibilität, die die Mitarbeiter in Krisenzeiten im hohen Maße gezeigt haben, nicht honorieren. Ganz im Gegenteil. Der diesjährige KV-Abschluss steht im Zeichen der Herausforderungen der Corona-Krise, ohne den Blick in die mehr als erfolgreiche Vergangenheit zu richten. Immer wieder verwiesen die Gewerkschaften auf drei Jahre Hochkonjunktur, durch die die Unternehmen mit ausreichend Reserven und überdurchschnittlich exzellenter Liquidität den Herausforderungen der Zukunft entgegentreten können.
 
Nach einem mehr als enttäuschenden Lohn- und Gehaltsangebot der Arbeitgeber haben PRO-GE und GPA-djp die rahmenrechtlichen Forderungen ins Spiel gebracht. Die Arbeitgeber waren darüber empört und sehen diese als unerfüllbar. Nach einer längeren Unterbrechung haben Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter die Rahmenrechtsforderungen auf Eis gelegt und sich wieder intensiv der Diskussion über die Lohn- und Gehaltsforderungen gewidmet.
 
Nachdem beide Seiten ihre Lohn- und Gehaltsvorstellungen nochmals konkretisiert haben, unterbrachen die Arbeitgeber die Verhandlungen. Zu weit liegen beide Seiten auseinander. Dies ist nicht weiter verwunderlich. Schließlich liegt das Angebot der Arbeitgeber unter einem Prozent. Wir haben uns von unserer Forderung von vor der Krise (über 3%) verabschiedet und die Forderung auf unter 3% revidiert. Bis zur nächsten Verhandlungsrunde müssen die Arbeitgeber intern beraten. 

Die nächste KV-Verhandlung findet, vorraussichtlich, am 14.05.2020 statt.
 
 
 

 

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