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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Kollektivvertragsverhandlungen CHEMISCHE INDUSTRIE gestartet

Arbeitgeber möchten Verbesserungen für ArbeitnehmerInnen nicht diskutieren

DANKE an alle, die bei unserer Befragungsaktion im Vorfeld der Kollektivvertragsverhandlungen mit gemacht haben! Bis heute Morgen haben sich über 12.000 KollegInnen an der Befragungsaktion beteiligt!
Am wichtigsten neben einer fairen Lohn- und Gehaltserhöhung ist den KollegInnen die leichtere Erreichbarkeit der 6. Urlaubswoche und das Recht auf Altersteilzeit, Papamonat und Bildungskarenz.

Das Ergebnis der Befragung findest du unten zum Download

Gestärkt durch die vielen persönlichen Gespräche in den Betrieben, den hohen Rücklauf und den Ergebnissen der Befragung haben wir heute gemeinsam mit der Gewerkschaft GPA-djp unser Forderungsprogramm für die Kollektivvertragsverhandlungen in der Chemischen Industrie übergeben. (siehe Download)


Diskussion der wirtschaftlichen Lage
Zu Beginn der Verhandlungen fand eine Diskussion über die aktuelle wirtschaftliche Lage statt. Der Fachverband der Chemischen Industrie (FCIO), der wie im Vorjahr von Herrn Mag. Rainer SCHMIDTMAYER von der Treibacher Industrie AG angeführt wurde, sorgt sich über die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung in der Chemischen Industrie. So wurde z.B. der BREXIT, der Handelskrieg zwischen China und USA und der Rückgang der chinesischen Autoindustrie als mögliche negative Auswirkungen auf die österreichische Wirtschaft geklagt. 

Wir blicken auf das wirtschaftlich stärkste Jahr seit der Wirtschaftskrise zurück. Die Chemische Industrie war einer der Wachstumsspitzenreiter – die positiven Betriebsberichte der BetriebsrätInnen im Verhandlungsteam werden zusätzlich durch offizielle statistische Daten und Branchenanalysen untermauert. Besonders hervorzuheben sind die deutlich gestiegenen Gewinne, Ausschüttungen und Investitionen im letzten Geschäftsjahr.

Für unsere Verhandlungen gilt die Inflationsrate der letzten 12 Kalendermonate von 1,95 %.

Forderungen der Arbeitgeber
Der FCIO hat ebenfalls Forderungen eingebracht: Verlangt wird beispielsweise eine weitere Flexibilisierung der IST-Erhöhung auf betriebliche Ebene, die Verlängerung des Durchrechnungszeitraums für Überstunden, geringe Erhöhung der Reiseaufwandsentschädigungen und Verschlechterung des Tagesteilers. Weiters soll die Ruhezeit verkürzt werden und die Bereitschaftsentlohnung gesenkt werden.

Im Zusammenhang mit der Gleichstellung von ArbeiterInnen und Angestellten, die im Parlament 2017 beschlossen wurde, fordern die Arbeitgeber Änderungen im Kollektivvertrag der ArbeiterInnen. Es sollen Anpassungen bei der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und bei den Kündigungsterminen geben. Diese beiden Punkte wurden bereits bei den KV-Verhandlungen 2018 ausführlich diskutiert und auf das Jahr 2019 vertagt.
Die Arbeitgeber behaupten, dass es bereits im Jahr 2018 fixe Zusagen dazu gab. Bereits zu Beginn stellten sie klar, dass sie unsere weiteren Forderungspunkte nur dann mit uns diskutieren wollen, wenn sie das Krankenentgelt und die Kündigungstermine nach ihren Vorgaben in den Kollektivvertrag bekommen.

Die ArbeitnehmerInnenseite hat beschlossen, sich nicht von der Arbeitgeberseite erpressen zu lassen und hat die Arbeitgeber mehrmals aufgefordert, Gespräche über die gesamten Rahmenrechtsforderungen beider Seiten aufzunehmen. Die Arbeitgeber beharrten jedoch auf ihrem Standpunkt.

Unsere Verhandlungen werden am Montag, dem 15. April 2019, fortgesetzt.

 

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