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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Neue Wege beim Kollektivvertrag

Heute stehen die Rahmenbedingungen des traditionellen Normalarbeitsverhältnisses im Konflikt mit den Wünschen vor allem der jüngeren und gut ausgebildeten ArbeitnehmerInnen. Die Vorstellung dieser neuen Generation von ArbeitnehmerInnen über die Arbeitswelt werden bestimmt durch:

  • Arbeitsplatzmobilität
  • leistungsbezogene Entlohnung
  • flexiblere Arbeitszeiten
  • und der Möglichkeit nach Weiterbildung

Die Gewerkschaften haben es immer als ihre Aufgabe angesehen, die berechtigten Wünsche der ArbeitnehmerInnen in kollektivvertragliche Bestimmungen umzusetzen.

Daher ging die Gewerkschaft etwa beim Abschluss der Kollektivverträge für die Branchen der New Economy (Telekom, IT) neue Wege.

Die neuen Wege

  • Qualifikation und Leistung bestimmen die Höhe des Einkommens. Die Bedeutung der Verweildauer im Betrieb für die Höhe des Einkommens wurde zurückgedrängt.
  • Mit der Vorgabe von Rahmenbedingungen für Arbeitszeitflexibilisierung wurde dem Wunsch der ArbeitnehmerInnen nach Selbstbestimmung bei der Arbeitszeitgestaltung entsprochen.
  • Bestimmungen zu Weiterbildungsmaßnahmen wurden in den Kollektivvertrag aufgenommen.

Schlussresümee
Der Prozess der Anpassung des Kollektivvertrags an die Bedingungen der heutigen Arbeitswelt ist sicher noch lange nicht abgeschlossen. Viele werden sagen, dieser Prozess dauert viel zu lange, weil die Gewerkschaften an "überkommenen" und "veralteten" Vorstellungen festhalten. Es ist aber zu bedenken, dass die Gewerkschaften die Vorstellungen und Wünsche aller ArbeitnehmerInnen berücksichtigen muss. Die Anliegen aller ArbeitnehmerInnen "unter einen Hut zu bringen" ist die Aufgabe der Gewerkschaften in der Zukunft.

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