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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
GPA-djp-Vorsitzender Wolfgang Katzian, Foto: David Payr Wolfgang Katzian

GPA-djp-Katzian: Pensionsexperten dienen ausschließlich den Profitinteressen der Finanzindustrie

Schuh und Co. betreiben Verunsicherung, um die Menschen in die private Vorsorge zu treiben

"Die jüngsten Forderungen von Vertretern angeblich unabhängiger Forschungsinstitute, neben einen späteren Pensionsantritt auch die Höhe der Pensionen zu kürzen, wie jüngst jene von ECO-Austria, verfolgen allein den Zweck, die Menschen in die private Vorsorge zu zwingen. Die Interessen hinter diesen Forderungen sind klar ersichtlich. Wenn man sich die Aussagen der Financiers und Förderer der Institute zu Gemüte führt, dann ist völlig klar, dass diese Expertisen allein den Geschäftsinteressen der privaten Finanzindustrie dienen", so der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Wolfgang Katzian.

Neben dem privaten Forschungsinstitut der Industriellenvereinigung ECO-Austria agiert auch  der neoliberale  thinktank "Agenda Austria" in die gleiche Richtung. "Agenda Austria" wurde vom Ex-Banker und  Stiftungsexperten Christoph Kraus initiiert und in dessen Stiftungsrat sitzt die Schweizer Wirtschaftselite.

Bilanz privater Vorsorge ist mehr als ernüchternd

"Jahrelang wurde behauptet in Österreich zahle es sich nicht aus, bis zum Regelpensionsalter zu arbeiten, weil die Pension schon beim frühestmöglichen Pensionszeitpunkt fast so hoch ist wie beim Regelpensionsalter. Nun werden im neuen Pensionskonto die Erwerbsanreize deutlich erhöht, und das passt den Experten wieder nicht, weil die Pensionen dann bei späterem Pensionsantritt höher sind. Dies zeigt doch klar, dass es denen um andere Dinge geht, als die Absicherung des bestehenden Systems", so Katzian.

"Es sollten alle, die bereits die Form der privaten Vorsorge gewählt haben, dazu angeregt werden, eine nüchterne Rechnung anzustellen, was sie unterm Strich gebracht hat im Vergleich zu den ursprünglichen Verheißungen. Diese Bilanz sieht wohl bei den meisten Betroffenen mehr als ernüchternd aus. Es ist daher unverantwortlich und perfid, die durch den Finanzsektor verursachten Probleme der Staatsfinanzen jetzt wiederum zu nutzen, das öffentliche System schlecht zu reden, um die Profite der Finanzindustrie zu erhöhen und wieder große Mengen an hart erarbeiteten Geldes in den Kreislauf riskanter Anlagen und Spekulation zu schicken", so Katzian.

Konkrete Maßnahmen statt massiver Verunsicherung

"Statt massiver Verunsicherung brauchen wir konkrete Maßnahmen, die Menschen in die Lage versetzen, länger zu arbeiten und wir brauchen vor allem Beschäftigung und Einkommen, von denen die Menschen leben können und auch im Alter vor Armut bewahrt bleiben. Beschäftigung und Einkommen sind die besten Garanten für die langfristige Sicherung der Pensionen. Es besteht überhaupt kein Grund, das öffentliche System in Österreich schlecht zu reden oder in Frage zu stellen. Damit die Staatsfinanzen wieder in Ordnung kommen, müssen vor allem jene einen Beitrag leisten, die genug  besitzen  und obendrein  in den letzten Jahren von den deregulierten Märkten enorm profitiert haben. Dass zu dieser wirtschafts- und leistungsfeindlichen Schieflage im Steuersystem  diese Forschungsinstitute im Großen und Ganzen schweigen, ist bezeichnend", so Katzian.

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