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Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess nach langer Krankheit

Seit 1.7.2017 besteht für ArbeitnehmerInnen, die sich in einem aufrechten Arbeitsverhältnis befinden, die Möglichkeit, nach einem langen Krankenstand sanft – und zwar mit befristeter Reduktion der Arbeitszeit – wieder in den Arbeitsprozess einzusteigen.

Wann kann Wiedereingliederungsteilzeit vereinbart werden  UND  wann gebührt Wiedereingliederungsgeld von der Krankenversicherung?

Besteht ein Rechtsanspruch auf Wiedereingliederungsteilzeit?

Nein. Es bedarf einer Vereinbarung mit dem/der ArbeitgeberIn.

Unter welchen Voraussetzungen kann Wiedereingliederungsteilzeit vereinbart werden?

o Das Arbeitsverhältnis muss schon mindestens 3 Monate aufrecht sein,

o der Krankenstand muss zumindest 6 Wochen ununterbrochen bestanden haben,

o der/die ArbeitnehmerIn muss gesundgeschrieben sein,

o es muss einen Wiedereingliederungsplan geben,

o es muss eine Wiedereingliederungsteilzeitvereinbarung vorliegen,

o es muss eine chefärztliche Genehmigung der GKK vorliegen.

Was muss in der Wiedereingliederungsteilzeitvereinbarung geregelt werden?

Beginn der befristeten Teilzeit,

Dauer der befristeten Teilzeit,

Ausmaß der befristeten Teilzeit,

Lage der Teilzeitbeschäftigung.

Wie schaut die Wiedereingliederungsteilzeit aus?

o Sie muss für zumindest 1 Monat und maximal 6 Monate vereinbart werden, eine
   einmalige Verlängerung auf bis zu 9 Monate ist möglich,

o Die Arbeitszeitreduktion muss mindestens 25%, maximal 50% der bisher
   geleisteten wöchentlichen Normalarbeitszeit betragen, wobei die absolute
   Untergrenze der Arbeitszeit
während der Wiedereingliederungsteilzeit 12
   Wochenstunden
beträgt.  

o Einvernehmlich können Dauer und Stundenausmaß der Wiedereingliederungsteilzeit
   maximal zweimal geändert werden. Das Arbeitszeitausmaß muss im Verlauf der
   Wiedereingliederung ansteigen oder gleichbleiben.

o Weder Mehrarbeit noch eine geänderte Arbeitszeitlage dürfen angeordnet werden.

Wie hoch ist während der Wiedereingliederungsteilzeit das Entgelt?

Der/die ArbeitgeberIn bezahlt das aliquote Entgelt (also Teilzeitentgelt, je nachdem, wie viele Wochenstunden vereinbart sind).
Außerdem gebührt als Ausgleich für den Entgeltverlust Wiedereingliederungsgeld.

Dieses Wiedereingliederungsgeld ist eine Leistung der Krankenversicherung und wird nach chefärztlicher Genehmigung erbracht. Die Leistungshöhe entspricht dem erhöhten Krankengeld (60% der Bemessungsgrundlage), aliquotiert  je nach Höhe der Arbeitszeitreduktion.

Nach Ende der Wiedereingliederungsteilzeit kann eine etwaige weitere Wiedereingliederungsteilzeit erst nach 18 Monaten vereinbart werden.

Weitere Informationen erhalten Sie in Ihrer Regionalgeschäftsstelle.

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