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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Unfreiwillig verlängerter Urlaub durch Luftraumsperre

Ihre Rechte und Pflichten als ArbeitnehmerIn

Derzeit sitzen tausende ArbeitnehmerInnen auf europäischen Flughäfen fest, weil der Luftraum gesperrt wurde. Was passiert, wenn sie ihre Arbeit nach ihrem Urlaub nicht pünktlich oder gar nicht antreten können?

Kein Entlassungsgrund
Wichtig ist es zunächst zu wissen, dass ein Dienstverhinderungsgrund vorliegt, der ArbeitgeberInnen keinesfalls zur Entlassung berechtigt. Die betroffenen ArbeitnehmerInnen sind allerdings verpflichtet, ihre/n ArbeitgeberIn umgehend zu informieren. 

Keine Verpflichtung, weitere Urlaubstage zu vereinbaren
Die an der Arbeitsleistung verhinderten ArbeitnehmerInnen sind auch nicht verpflichtet, für die Dauer der Dienstverhinderung weitere Urlaubstage zu vereinbaren.

Entgeltfortzahlung
Für Angestellte regelt § 8 Abs 3 Angestelltengesetz, wann trotz Dienstverhinderung das Entgelt weiterbezahlt werden muss.Dieser Gesetzesstelle zufolge behält der/die Angestellte den Anspruch auf Entgelt, wenn er/sie durch wichtige, seine/ihre Person betreffende Gründe ohne Verschulden während einer verhältnismäßig kurzen Zeit an der Dienstleistung verhindert ist.

Zumutbare Anstrengung
Verspätungen im Nah- und Fernverkehr, gestrichene Flüge, usw. erfüllen in der Regel diese Voraussetzungen. Der/die Angestellte muss allerdings jede zumutbare Anstrengung unternehmen, um seine/ihre Arbeit ehest möglich wieder antreten zu können. Zumutbar kann bei einer Sperre des Luftraums z. B. das Umsteigen auf den Zug sein, sofern die Möglichkeit besteht.

Urlaubsantritt
Können ArbeitnehmerInnen ihren Urlaub infolge Luftraumsperre nicht oder erst verspätet antreten, empfiehlt es sich, gemeinsam mit dem/der ArbeitgeberIn die getroffene Urlaubsvereinbarung anzupassen. Dies geht aber nur im Einvernehmen und kann nicht erzwungen werden.

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