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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Einvernehmliche Auflösung (inkl. Neuregelung ab 1.7.2018)

Ein Dienstverhältnis kann jederzeit ohne Einhaltung von Fristen im Einvernehmen zwischen ArbeitgeberIn und ArbeitnehmerIn aufgelöst werden.

Da im Rahmen einer einvernehmlichen Auflösung in der Regel eine Generalbereinigung des Dienstverhältnisses vorgenommen wird (so genannte Generalklausel), ist allerdings größte Vorsicht geboten. Wird eine Generalbereinigung vorgenommen, darf auf keine Ansprüche vergessen werden. Wurden im Vertrag oder im Verlauf des Dienstverhältnisses gewisse für ArbeitnehmerInnen ungünstige Klauseln vereinbart (zB Konkurrenzklausel, Konventionalstrafe, Ausbildungskostenrückersatz, etc), so ist im Rahmen einer einvernehmlichen Auflösung darauf zu achten, dass seitens des/der ArbeitgeberIn auf diese Klauseln verzichtet wird.

Neuregelung ab 1.7.2017: Bei einvernehmlicher Auflösung des Dienstverhältnisses während eines Krankenstandes besteht (analog zur AG-Kündigung) über das Ende des Dienstverhältnisses hinaus ein Entgeltfortzahlungsanspruch. Dies gilt auch für jene Fälle bei denen das Dienstverhältnis im Hinblick auf eine Dienstverhinderung/Krankenstand einvernehmlich beendet wird. Diese Regelung tritt mit 1.7.2018 in Kraft und ist auf einvernehmliche Beendigungen von Dienstverhältnissen anzuwenden, die eine Auflösung des Dienstverhältnisses nach dem 30.6.2018 bewirken. Diese Regelung gilt sowohl für ArbeiterInnen als auch für Angestellte.

Ziehen Sie, bevor Sie eine einvernehmliche Auflösung unterschreiben, Ihren Betriebsrat bei und/oder lassen Sie sich in Ihrer zuständigen GPA-djp-Regionalgeschäftsstelle beraten.

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