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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

„Papamonat“

Der „Papamonat“ heißt eigentlich Familienzeit. Die Grundlage bietet das Familienzeitbonusgesetz.

Es handelt sich dabei um einen mit dem Arbeitgeber vereinbarten, unbezahlten Urlaub. Sofern nicht ein Kollektivvertrag oder eine Betriebsvereinbarung anderes regelt, besteht kein Rechtsanspruch darauf.

Während des „Papamonats“ ist der Arbeitnehmer kranken- und pensionsversichert. Außerdem hat er Anspruch auf den sogenannten Familienzeitbonus (22,60 Euro pro Tag), eine Geldleistung für erwerbstätige Väter, die sich während dieser Zeit ausschließlich der Familie widmen.

Beantragt wird dieser Bonus bei der zuständigen Krankenversicherung. Es gibt dafür ein eigenes Formular. Der Antrag kann frühestens ab dem Tag der Geburt des Kindes gestellt werden, spätestens binnen 91 Tagen. Zugleich mit dem Antrag ist die Bezugsdauer festzulegen (zwischen 28 und 31 Tagen). Der Bezug muss ununterbrochen erfolgen. Einer Beschäftigung darf in dieser Zeit nicht nachgegangen werden.

Der „Papamonat“ muss innerhalb von 91 Tagen ab der Geburt genommen werden. Es empfiehlt sich, den „Papamonat“ erst in Anspruch zu nehmen, wenn Mutter und Kind das Spital verlassen haben. 

Direkt im Anschluss an den „Papamonat“ ist eine Väterkarenz nicht möglich. Ebenso wenig darf vom Vater zugleich Kinderbetreuungsgeld bezogen werden (wohl aber von der Mutter). Auf ein allfälliges, später vom Vater bezogenes Kinderbetreuungsgeld wird der Bonus angerechnet.

Kündigungsschutz besteht während des „Papamonats“ nicht.


Anspruchsvoraussetzungen sind u.a.:

  • Anspruch und Bezug der Familienbeihilfe,
     
  • gemeinsamer Haushalt mit dem Kind und dem anderen Elternteil (Lebensmittelpunkt Österreich),
     
  • Erwerbstätigkeit des Vaters in Österreich während der letzten 182 Kalendertagen unmittelbar vor Leistungsbezug,
     
  • Inanspruchnahme der Familienzeit.
     

Übrigens: Der Familienzeitbonus steht auch Adoptiv- oder Dauerpflegevätern sowie gleichgeschlechtlichen Partnern/-innen zu.

 
Detailliertere Informationen erhalten Sie in unseren GPA-djp-Regionalgeschäftsstellen.

 

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