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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Entgelt (inkl. Neuregelung ab 1.7.2018)

Zum Entgelt zählen - vereinfacht ausgedrückt - alle regelmäßigen Einkommensbestandteile aus dem Dienstverhältnis, die nicht Aufwandsentschädigungen sind.

Beispielsweise also:

- Gehalt
- Überstundenabgeltung
- 13./14. Monatsbezug
- Prämien
- Provisionen usw.

Bei bestimmten Dienstverhinderungen (z.B. bei Krankheit) und Urlaub haben Angestellte Anspruch auf Entgeltfortzahlung. Wenn Sie beispielsweise regelmäßig Überstunden leisten, bedeutet dies, dass Sie während Ihres Urlaubs oder Ihres Krankenstandes nicht nur Ihr Gehalt in voller Höhe bekommen müssen, sondern auch den Durchschnitt der regelmäßig geleisteten Überstunden.

Neuregelung der Entgeltfortzahlung ab 1.7.2018:


Mit 1.7.2018 wird ein einheitliches Regime der Entgeltfortzahlung (EFZ) in Kraft treten, das sowohl für ArbeiterInnen als auch für Angestellte gilt. Die Neuregelung kommt allerdings erst auf Dienstverhinderungen, die in nach dem 30.6.2018 begonnenen Arbeitsjahren eingetreten sind, zur Anwendung.


Nach der neuen Regelung gibt es 6 Wochen volle EFZ und 8 Wochen bereits nach einem Dienstjahr (statt wie bisher nach 5). 10 Wochen nach 15 Dienstjahren. 12 Wochen nach 25 Dienstjahren. Danach gebührt – wie bislang – für einen Zeitraum von 4 Wochen eine halbe EFZ.


Diese EFZ-Ansprüche beziehen sich auf das Arbeitsjahr. D.h.: Sind die dargestellten EFZ-Ansprüche für das betreffende Arbeitsjahr ausgeschöpft, so steht nur mehr Krankengeld zu. Beginnt allerdings ein neues Arbeitsjahr, so entsteht der gesetzliche EFZ-Anspruch in vollem Umfang wieder neu. Die bislang im Angestelltenrecht vorzunehmende 6-Monatsbetrachtung ist somit für die Frage des Entstehens eines neuen Vollanspruches nicht mehr von Relevanz.


Bei Arbeitsunfall oder Berufskrankheit iSd Vorschriften über die gesetzliche Unfallversicherung besteht ein eigenständiger Anspruch auf volle EFZ iHv 8 Wochen, nach 15 Dienstjahren erhöht sich dieser Anspruch auf 10 Wochen.


Bei einvernehmlicher Auflösung des Dienstverhältnisses während eines Krankenstandes besteht (analog zur AG-Kündigung) über das Ende des Dienstverhältnisses hinaus ein EFZ-Anspruch. Dies gilt auch für jene Fälle bei denen das Dienstverhältnis im Hinblick auf eine Dienstverhinderung/Krankenstand einvernehmlich beendet wird. Diese Regelung tritt mit 1.7.2018 in Kraft und ist auf einvernehmliche Beendigungen von Dienstverhältnissen anzuwenden, die eine Auflösung des Dienstverhältnisses nach dem 30.6.2018 bewirken.


Neuregelung für Lehrlinge ab 1.7.2018: Hier kommt es zur Verdopplung der EFZ-Ansprüche: 8 Wochen statt bislang 4 Wochen volle EFZ, danach 4 Wochen statt bislang 2 Wochen ein Teilentgelt als Zuschuss zum Krankengeld. Diese Regelung ist auf Arbeitsverhinderungen anzuwenden, die in nach dem 30.6.2018 begonnenen Lehrjahren eingetreten sind.

Nähere Auskünfte erteilt Ihnen Ihre GPA-djp-Regionalgeschäftsstelle.

 

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