Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.

GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Einkommensbericht

Ab 1. März 2011 verpflichtet das Gleichbehandlungsgesetz Unternehmen dazu, die Löhne und Gehälter, die sie ihren Arbeitnehmer/innen bezahlen, nach Geschlechtern getrennt in einem Einkommensbericht zu veröffentlichen.

Diese Verpflichtung trifft zunächst nur Unternehmen mit mehr als 1.000 Arbeitnehmer/innen, im Rahmen eines Stufenplans sollen allerdings Jahr für Jahr mehr Unternehmen einbezogen werden.

Der Stufenplan im Detail:

Unternehmen mit mehr als 1.000 Arbeitnehmer/innen erstmals ab 2011 für das Jahr 2010,
Unternehmen mit mehr als 500 Arbeitnehmer/innen erstmals ab 2012 für das Jahr 2011,
Unternehmen mit mehr als 250 Arbeitnehmer/innen erstmals ab 2013 für das Jahr 2012,
Unternehmen mit mehr als 150 Arbeitnehmer/innen erstmals ab 2014 für das Jahr 2013.


Der Einkommensbericht ist in anonymisierter Form zu erstellen.

Zu veröffentlichen sind:

  • Die Anzahl der Frauen und die Anzahl der Männer in den jeweiligen kollektivvertraglichen Verwendungsgruppen (wenn verfügbar, betriebliche Verwendungsgruppen).
  • Die Anzahl der Frauen und die Anzahl der Männer in den - wenn verfügbar - einzelnen Verwendungsgruppenjahren.
  • Das Durchschnitts- oder Medianarbeitsentgelt von Frauen und Männern im Kalenderjahr in den jeweiligen kollektivvertraglichen oder - wenn verfügbar - betrieblichen Verwendungsgruppen und - wenn verfügbar - Verwendungsgruppenjahren.

Hierbei ist Teilzeitbeschäftigung auf Vollzeit, unterjährige Beschäftigung auf ganzjährige Beschäftigung umzurechnen.
Gibt es kein kollektivvertragliches oder betriebliches Entlohnungsschema, sind Funktionsgruppen entsprechend der betrieblichen Tätigkeitsstruktur zu bilden. 

Der Einkommensbericht ist dem Zentralbetriebsrat, falls es einen solchen nicht gibt den Betriebsausschüssen, falls auch kein Betriebsausschuss errichtet ist, der/den zuständigen Betriebsratskörperschaft/en alle zwei Jahre jeweils im ersten Quartal des Folgejahrs (für 2011 gilt: bis 31. Juli 2011) zu übermitteln.

Ist im Unternehmen/Betrieb kein Betriebsrat errichtet, hat jede/r einzelne Arbeitnehmer/in ein Einsichtsrecht.

Über den Inhalt des Einkommensberichtes sind sowohl Betriebsratsmitglieder als auch Arbeitnehmer/innen zur Verschwiegenheit außerhalb des Betriebes verpflichtet. Ein Verstoß gegen diese Verschwiegenheitspflicht kann zu einer Verwaltungsstrafe führen.

Zweck des Einkommensberichtes ist es u.a., eine allfällige Einkommensschere zwischen Männern und Frauen im Unternehmen zu thematisieren und Maßnahmen zur Verwirklichung der Gleichbehandlung zu treffen.

Artikel weiterempfehlen