Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.

GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Frauen brauchen eine frauenspezifische Gesundheitspolitik

Gesundheit ist nicht geschlechtsneutral. Gesundheitspolitik darf es daher auch nicht sein.

Arbeitsplatzbedingungen und Lebensweise bestimmen über Gesundheit oder Krankheit. Frauen und Männer sind höchst unterschiedlichen Belastungen in ihren Arbeits- und Lebensbereichen ausgesetzt.

Die GPA-djp Frauen treten daher für eine Gesundheitspolitik ein, welche die Bedürfnisse und Interessen von Frauen im Gesundheitssystem berücksichtigt.

Tatsache ist, dass Frauen von Finanzierungsmaßnahmen unterschiedlich betroffen sind, sie nutzen Gesundheitseinrichtungen anders, sie unterscheiden sich in Art und Häufigkeit ihrer Erkrankungen, gehen mit gesundheitlichen Belastungen anders um und weisen sogar andere Krankheitssymptome auf als Männer, beispielsweise bei Herzinfarkt, was häufig zu Fehldiagnosen führt.

Gesunde Frauenpolitik der GPA-djp

Die GPA-djp Frauen treten für eine solidarische Finanzierung sowie einer Verbreiterung der Beitragsgrundlage ein. Kranke, Ältere und Frauen dürfen nicht stärker belastet werden.

Frauen sind auf Grund ihrer spezifischen Situation in Beruf und Gesellschaft anderen Gesundheitsrisiken ausgesetzt als Männer. Frauen und Männer unterliegen nicht nur unterschiedlichen Arbeitsbedingungen, vor allem die Zuständigkeit von Frauen für Haus- und Familienarbeit sowie der tägliche Spagat zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie führen zu Überforderung und Stress.

Gerade bei betrieblichen Gesundheitsförderungsprojekten fand die Problematik der Vereinbarkeit bisher keine Berücksichtigung, da die Analysen auf den betrieblichen Rahmen beschränkt blieben. Dadurch wurden auch gewichtige Belastungsfaktoren von Frauen nicht gesehen und erkannt. Wichtig ist daher für die Erhebung von Gesundheitsrisiken im Betrieb, die gesamte Lebenssituation von Frauen zu berücksichtigen, sowohl die Arbeitsbedingungen im Betrieb als auch die Lebenssituation außerhalb der Arbeit.

Artikel weiterempfehlen