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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Urlaub ohne Plan?

Urlaub muss einvernehmlich vereinbart werden.

Jedem/jeder ArbeitnehmerIn stehen grundsätzlich fünf Wochen bezahlter Urlaub pro Arbeitsjahr zu.  Das Arbeitsjahr beginnt am Eintritt in das Unternehmen zu laufen – eine Umstellung auf das Kalenderjahr ist allerdings durch eine Regelung im Kollektivvertrag oder durch eine Betriebsvereinbarung möglich. In den ersten sechs Monaten entsteht der Urlaubsanspruch „aliquot“, also je nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit. Nach 25 Jahren beim selben Arbeitgeber – mehrere Dienstverhältnisse sind zusammenzurechnen, sofern die Unterbrechungen nie länger als drei Monate gedauert haben – steht sogar eine sechste Urlaubswoche zu.

Urlaub ist zur Erholung da und für die Erhaltung der Gesundheit ein wichtiger Faktor. Daher darf Urlaub auch nicht in Geld abgegolten werden. Auch ein stundenweiser Urlaubsverbrauch ist nicht möglich.

Wenn man sich nicht einigen kann, ist ein ein einseitger Urlaubsantritt erlaubt

Dass der/die ArbeitgeberIn einseitig vorgibt oder gar „erzwingt“, wann ein bestimmter/eine bestimmte ArbeitnehmerIn auf Urlaub gehen muss, entspricht nicht dem Gesetz. Urlaub muss grundsätzlich immer zwischen ArbeitgeberIn und ArbeitnehmerIn vereinbart werden. Können sich ArbeitgeberIn und ArbeitnehmerIn trotz Vermittlung durch den Betriebsrat nicht auf den Zeitpunkt des Urlaubs einigen, ist auch ein einseitiger Urlaubsantritt möglich. Der Urlaubswunsch muss dafür allerdings zeitgerecht bekanntgegeben worden sein (mindestens drei Monate davor).  Auch die Festlegung eines Betriebsurlaubes braucht die Zustimmung der ArbeitnehmerInnen. Wenn der Urlaub einmal bewilligt ist, kann der/die ArbeitgeberIn den Urlaub auch nicht mehr einfach so widerrufen – der/die ArbeitnehmerIn aber auch nicht! Ein Urlaubstag pro Jahr muss nicht vereinbart werden, sondern kann einseitig von dem/der ArbeitnehmerIn unter Wahrung einer Ankündigungsfrist von drei Monaten festgelegt werden („persönlicher Feiertag“).

Der entstandene, aber nicht verbrauchte Urlaub verjährt zwei Jahre nach Ende des Urlaubsjahres, in dem er entstanden ist. Das heißt, dass ArbeitnehmerInnen drei Jahre Zeit haben, entstandenen Urlaub zu verbrauchen. Danach steht der Urlaub aus dem ersten Jahr nicht mehr zur Verfügung.

Tipp: Urlaub muss einvernehmlich vereinbart werden. Gegen eine „Urlaubsanordnung“ können Sie sich wehren. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Betriebsrat oder der GPA-djp!

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