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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Arbeit ohne Ende?

Haben Sie das Gefühl dauerhaft über dem Limit zu arbeiten?

Wie viele Stunden pro Tag und pro Woche höchstens gearbeitet werden dürfen, ist in Österreich klar definiert. Das Arbeitszeitgesetz (AZG) unterscheidet hier zwischen der Normalarbeitszeit, in der Regel acht Stunden pro Tag und insgesamt 40 Stunden pro Woche, und der Höchstarbeitszeit. Bis vor kurzem lag die Höchstarbeitszeit noch bei 50 Stunden pro Woche, die türkis-blaue Bundesregierung hat die Höchstarbeitszeit im letzten Jahr aber auf 60 Stunden pro Woche angehoben. Das bildet eine massive Verschlechterung für die arbeitenden Menschen in Österreich. Die Differenz zwischen Normalarbeitszeit und Höchstarbeitszeit stellen Überstunden dar – diese sind mit einem Zuschlag von zumindest 50% zu entlohnen.

Das bedeutet aber noch lange nicht, dass immer auch 12 Stunden lang gearbeitet werden muss, nur weil der/die ArbeitgeberIn das will. So müssen die 9. und die 10. Stunde nicht gearbeitet werden, wenn dem „berücksichtigungswürdige Interessen“ des/der ArbeitnehmerIn entgegenstehen – weil etwa die Kinderbetreuung ausgefallen ist und das Kind aus der Schule abgeholt werden muss.  Angesichts der großen Proteste gegen das neue Arbeitszeitgesetz wurde für die 11. und die 12. Stunde ein „Ablehnungsrecht“ im Gesetz verankert: Hier können die ArbeitnehmerInnen also immer nein sagen und dürfen deswegen auch nicht gekündigt werden.

Achtung! In vielen Fällen sehen von der Gewerkschaft verhandelte Kollektivverträge wesentliche Verbesserungen vor – so müssen aufgrund eines Kollektivvertrags etwa häufig nur 38,5 Stunden in der Normalarbeitszeit gearbeitet werden oder die Zuschläge für Überstunden sind höher als 50%! Informieren zahlt sich hier aus!

Tipp: Wenn Sie das Gefühl haben, dauerhaft über dem Limit zu arbeiten, dann erkundigen Sie sich bei Ihrem Betriebsrat oder der GPA-djp über die gesetzlichen und kollektivvertraglichen Arbeitszeitregeln.

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