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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
Wolfgang Katzian, ÖGB Präsident Wolfgang Katzian, ÖGB Präsident

Katzian: Arbeitszeit – es geht um die Anliegen der Beschäftigten!

Start der GPA-djp-Aktionswoche – Appell an Vorsitzende der Parlamentsparteien

"Der ÖGB und die die Gewerkschaften haben sich ehrlich und intensiv darum bemüht, gemeinsam mit den Sozialpartnern zu einer Einigung über eine Weiterentwicklung des Arbeitszeitrechtes zu kommen. Einer Lösung, die keine Verbesserungen für die Beschäftigten bringen würde, konnten und wollten wir nicht zustimmen", kommentiert der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Wolfgang Katzian, die Sozialpartnerverhandlungen zu den Themen Mindestlohn und Arbeitszeit.

Die Vereinbarung der Sozialpartner für 1500 Euro Mindestlohn/Mindestgehalt begrüßt Katzian als längst fälligen Schritt. "Das Ziel der GPA-djp, einen Mindestlohn bzw. ein Mindestgehalt von 1700 Euro durchzusetzen, bleibt natürlich aufrecht: Die GPA-djp hat heuer bereits in einer Reihe von Kollektivverträgen sowohl die Grenze von 1500 Euro als auch jene von 1700 Euro überschritten, diesen Weg werden wir fortsetzen. Trotzdem ist es ein wichtiges und richtiges Zeichen, das die Sozialpartner gesetzt haben: Der Mindestlohn von 1500 Euro muss für alle Beschäftigten durchgesetzt werden!"

Wegfall von Überstundenzuschlägen und gewerkschaftlicher Mitbestimmung

Auch beim Thema Arbeitszeit sieht Katzian weiter Handlungsbedarf: "Jetzt ist es nicht gelungen, neue Formen der Arbeitszeitflexibilisierung mit spürbaren Vorteilen für die Beschäftigten, wie etwa der leichteren Erreichbarkeit der sechsten Urlaubswoche beziehungsweise einer allgemeinen Arbeitszeitverkürzung, zu verbinden. Die Arbeitgeberseite war nicht bereit zu einem fairen Deal, ihre Vorstellungen von Flexibilität hätten letztendlich den Wegfall von Überstundenzuschlägen und die Beseitigung der gewerkschaftlichen Mitbestimmung durch Aushebelung der Kollektivverträge zur Folge gehabt.

Eine Verschiebung der Arbeitszeitregelungen auf die betriebliche Ebene würde zu einer massiven Schwächung der Position der ArbeitnehmerInnen gegenüber den Arbeitgebern führen“, erklärt Katzian: "Dass es im Bereich der Arbeitszeit noch nicht zu einer Einigung gekommen ist, bedeutet nicht, dass dieses Thema für uns abgehakt ist. Für uns zählen die Anliegen der ArbeitnehmerInnen, wir werden sie auch bei künftigen Gesprächen einbringen!"

Unterschriften für mehr Selbstbestimmung bei der Arbeitszeit

Die GPA-djp startet eine Aktionswoche, um Beschäftigte in ganz Österreich über die Hintergründe der Arbeitszeitverhandlungen informieren. Unter dem Motto „12-Stunden-Tag? So nicht!“ werden in Betrieben Unterschriften gesammelt, die einen Appell an die Vorsitzenden der Parlamentsparteien unterstützen sollen, beim Thema Arbeitszeitflexibilisierung die Interessen der Beschäftigten zu berücksichtigen. "Jede künftige Bundesregierung wird gut beraten sein, beim Thema Arbeitszeit nicht über die Interessen der Beschäftigten drüberzufahren – das würde nicht nur den Betroffenen missfallen, sondern auch massiven Widerstand der Gewerkschaften auslösen", so Katzian abschließend.

 

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