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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
Wolfgang Katzian, GPA-djp Vorsitzender Wolfgang Katzian, GPA-djp Vorsitzender

Katzian: Betriebliche Regelungen, um Arbeitgebern Geld zu sparen, ist kein fairer Deal

Arbeitszeitregelungen in beidseitigem Interesse weiterentwickeln

"Und täglich grüßt das Murmeltier, anders kann man die ständigen Zurufe mancher Vertreter der Arbeitgeber wirklich nicht mehr interpretieren", kommentiert Wolfgang Katzian, Vorsitzender der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) die aktuelle Forderung des IV-Generalsekretärs nach einer gesetzlichen Erlaubnis für den Zwölf-Stunden-Tag, um Auftragsspitzen abarbeiten zu können: "Gleitzeit dient der Zeitflexibilität der ArbeitnehmerInnen, nicht dem Abarbeiten von Auftragsspitzen. Das Arbeitszeitgesetz regelt mit klaren Rahmenbedingungen auch genau diese tägliche Höchstarbeitszeit in Ausnahmefällen, für Arbeiter genauso wie für Angestellte."

Nein zu normaler Arbeitszeit statt Überstunde

Die betriebliche Ebene biete ausreichende Möglichkeiten, um flexible Modelle zu vereinbaren. Der Kollektivvertrag bilde als Garant für faire Regeln in beidseitigem Interesse den Rahmen, dabei soll es bleiben, so Katzian weiter: "Die Mär, dass es keineswegs um die Streichung von Überstunden-Zuschlägen geht, glaubt niemand mehr, der diese Diskussion verfolgt. Zu viele Aussagen der vergangenen Monate beweisen, dass es natürlich Ziel der Arbeitgeber ist, längere Normalarbeitszeiten einzuführen, das bedeuten würde, dass Überstunden gar nicht anfallen, also auch nicht mehr zu bezahlen sind. Was heute eine Überstunde ist, wäre dann normale Arbeitszeit. Dafür kann es kein grünes Licht von uns geben, schon gar nicht, wenn sich an der Arbeitszeitfront sonst nichts tut – Arbeitszeitverkürzung bleibt daher mehr denn je klassische gewerkschaftliche Zielsetzung."

Vier-Tage-Woche und die Freizeitoption

Wenn Arbeitszeitregelungen in beidseitigem Interesse weiterentwickelt werden sollen, dann müsse  es auch um Themen wie die Vier-Tage-Woche und die Freizeitoption gehen, so Katzian abschließend: "Beides stößt auf große Nachfrage der Beschäftigten, trotzdem scheitert  die größere Verbreitung beider Modelle am Veto vieler Unternehmen. Die Vier-Tage-Woche wäre auf betrieblicher Ebene seit fast zehn Jahren möglich, aber die Arbeitgeber verabsäumen es, diese Gestaltungsmöglichkeit zu nutzen. Betriebliche Regelungen nur dann, wenn sich Unternehmen Geld damit ersparen, das ist alles andere als ein fairer Deal!"

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