GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

"Kürzer arbeiten - leichter leben!"

GPA-djp Aktionswoche: Arbeitszeit verkürzen und kontrollieren!

In Österreich werden pro Jahr über 270 Millionen Überstunden geleistet. Wobei die durchschnittliche Wochenarbeitszeit bei rund 42 Stunden liegt. Damit gehört Österreich zu den Ländern mit den längsten Arbeitszeiten in Europa.

Während viele Beschäftigte unter langen Arbeitszeiten leiden, steigt gleichzeitig die Arbeitslosigkeit auf neue Rekordhöhen. Über 400.000 Menschen sind derzeit ohne Arbeit. Deshalb setzt sich die GPA-djp für kürzere Arbeitszeiten und bessere Arbeitszeitkontrolle ein.

Verkürzung der Arbeitszeit ist natürlich nur dann sinnvoll, wenn Arbeitszeitregelungen auch tatsächlich eingehalten werden. In der GPA-djp Aktionswoche "Kürzer arbieten - leichter leben!" informieren wir Sie von 15. bis 19. Juni über die wichtigsten Regelungen zur Arbeitszeit, Gleitzeit, Mehrarbeitszuschlag bei Teilzeit, Minusstunde.

Bilder der BetriebsrätInnen-Konferenz zum Auftakt gibt es hier

Testen Sie Ihr Wissen mit dem GPA-djp Arbeitszeit-Quiz!

>>> zum Arbeitszeit-Quiz

WIR FORDERN:

• Generelle Verkürzung der gesetzlichen Arbeitszeit auf 38,5 Stunden: Eine wichtige Maßnahme zur Angleichung der Arbeitszeitbedingungen für alle ArbeitnehmerInnen, die sofort umgesetzt werden könnte, ist die in vielen Kollektivverträgen bereits durchgesetzte Normalarbeitszeit von 38,5 Stunden auch im Arbeitszeitgesetz zu fixieren.

• Verkürzung der Normalarbeitszeit auf 35 Stunden. Diese soll zunächst in Kollektivverträgen umgesetzt werden. Die Verkürzung muss mit vollem Lohn- und Gehaltsausgleich erfolgen.

• Recht auf eine 30-Stunden Woche für junge Mütter und Väter.

• Verkürzung der tatsächlich geleisteten wöchentlichen und täglichen Arbeitszeit. Die Reduktion der Überstunden muss daher das erste wichtige Ziel sein. Um die Attraktivität von Überstunden zu reduzieren, sollen etwa Arbeitgeber, in deren Unternehmen besonders viele Überstunden geleistet werden, höhere Beiträge zur Arbeitslosenversicherung bezahlen. Auch weitere Maßnahmen, um Überstunden weniger attraktiv zu machen, sind sinnvoll. Bestehende Durchrechnungszeiträume sind auf ihre Auswirklungen auf die Beschäftigten zu überprüfen und gegebenenfalls neu zu regeln.

• Sechs Wochen Urlaub für mehr ArbeitnehmerInnen: Immer weniger ArbeitnehmerInnen sind lange genug bei einem Arbeitgeber, um einen Anspruch auf die sechste Urlaubswoche zu erwerben.

• Eine Woche Bildungsfreistellung für alle: Um die Herausforderungen eines immer flexibler und fordernder werdenden Arbeitsmarkts bewältigen zu können, sollen alle ArbeitnehmerInnen einen kollektivvertraglichen Anspruch auf eine bezahlte (Bildungs-) Freistellung im Ausmaß von 1 Woche jährlich haben (ist in vielen Kollektivverträgen bereits umgesetzt).

• Der Entgrenzung der Arbeitszeiten muss entgegengewirkt werden. Geleistete Arbeitszeit darf nicht verfallen.

• Begrenzung von All-In-Verträgen auf tatsächliche Führungsfunktionen.

• Weiterentwicklung der Freizeitoption in Kollektivverträgen. Abtausch einer kollektivvertraglichen IST-Erhöhung für mehr Freizeit.

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