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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Freizeitoption - Erste Trends aus betrieblichen Befragungen

Auf Basis von Befragungen unter BetriebsrätInnen in jenen Branchen, in denen eine Freizeitoption vereinbart und die Bewilligungsverfahren bereits abgeschlossen sind, haben derzeit rund  3.300 Beschäftigte (Elektro/Elektronikindustrie 2013 und 2014, Bergbau-Stahl 2013) die Freizeitoption in Anspruch genommen.

In jenen Betrieben, in denen es zu keinem Abschluss einer Betriebsvereinbarung kam, gaben rund zwei Drittel der BetriebsrätInnen das Veto der Geschäftsführung als ausschlaggebenden Grund an. Mangelndes Interesse der Beschäftigten spielte kaum eine Rolle.

In Betrieben, in denen die Vereinbarung zum ersten Mal getroffen wurde, stellten 15 bis 20 % der Beschäftigten einen Antrag auf Freizeitoption. Wurde die Betriebsvereinbarung ein zweites Mal abgeschlossen, reduzierten sich die Anträge und lagen bei 5 % der Beschäftigten.

Über 10 Prozent nutzen Angebot

Wurde die Freizeitoption zum ersten Mal vereinbart, werden rund 55 % der Anträge von Beschäftigten  genehmigt. Einigen sich die Sozialpartner auch im folgenden Jahr darauf die Freizeitoption anzubieten, steigt die Quote der genehmigten Anträge auf rund 85 %.

In Betrieben im ersten Jahr der Vereinbarung können die Freizeitoption somit ca. zehn Prozent in Anspruch nehmen. Im zweiten Jahr kommen noch einmal drei bis sieben Prozent dazu. Nach zwei Jahren profitiert folglich jede/r achte Beschäftigte im Betrieb von der Freizeitoption.

Betriebsgröße hat keinen Einfluss

Beim Einfluss der Betriebsgröße auf die Inanspruchnahme der Freizeitoption hat sich gezeigt, dass kein einheitlicher Trend auszumachen ist. Nach den ersten Erfahrungen lässt sich zumindest festhalten, dass das Angebot nicht nur in großen (oder kleinen) Betrieben, sondern unabhängig von der Betriebsgröße Anklang gefunden hat. 

Nicht nur höhere Lohn- und Gehaltsgruppen profitieren

Auch über die Beschäftigungsgruppen hinweg ist die Inanspruchnahme der Freizeitoption gut verteilt. Die Befragungen zeigen, dass die Freizeitoption nicht ausschließlich in höheren Gehaltssegmenten nachgefragt wird.

Ausgewogenheit zwischen den Geschlechtern

In Bezug auf die Genderbilanz zeigt sich hingegen ein zweigeteiltes Bild. Im Angestelltenbereich ist die Inanspruchnahme der Freizeitoption  ausgewogen über die Geschlechter verteilt. Es zeigen sich keine Unterschiede zum durchschnittlichen Geschlechterverhältnis in der Elektro- und Elektronikindustrie.

Im ArbeiterInnenbereich ist dies anders. Im Vergleich zum Branchenschnitt wird die Freizeitoption überdurchschnittlich stark von Männern nachgefragt und letztlich auch realisiert.

Größte Gruppe zwischen 31 und 40 Jahren

In Bezug auf die Altersstruktur der Beschäftigten, die sich für die Freizeitoption entscheiden, macht die Gruppe der 31- bis 40-Jährigen mit 31 % den größten Anteil aus. Die über 51-Jährigen machen dagegen lediglich 25 % aus.

 

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