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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
Wolfgang Katzian, GPA-djp Vorsitzender Wolfgang Katzian, GPA-djp Vorsitzender

GPA-djp-Katzian: Derzeitige Urlaubsregeln nicht mehr zeitgemäß

Benachteiligung von Frauen inakzeptabel und bestraft Flexibilität

„Eine Reform des Urlaubsrechts und die Herstellung von mehr Gerechtigkeit beim Urlaubsanspruch sind ein Gebot eines zeitgemäßen Wirtschafts- und Arbeitsmarktsystems. Deshalb ist es zu begrüßen, dass diese Diskussion nun wieder eine neue Dynamik erhält“, unterstützt der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Wolfgang Katzian, den aktuellen Vorstoß von SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder.

„Die derzeit geltenden Urlaubsregelungen, die eine sechste Urlaubswoche nach 25 Jahren Zugehörigkeit zum selben Unternehmen ermöglichen, sind nicht mehr zeitgemäß. Die ununterbrochene Erwerbsbiografie beim gleichen Arbeitgeber gehört immer mehr der Vergangenheit an. Die von der Wirtschaft eingeforderte Flexibilität erfordert entsprechende rechtliche Anpassungen. Das jetzige System bestraft Flexibilität und schadet außerdem insbesondere Frauen. Vor allem im Handel und im Gesundheits- und Sozialbereich, beides Branchen mit hohem Frauenanteil, ist die Fluktuation groß. Frauen, die meistens auch viel unbezahlte Haushalts- und Erziehungsarbeit leisten, erreichen so gut wie nie die sechste Urlaubswoche“, so Katzian. „Die fortdauernde Beschäftigungskrise erfordert eine Reihe neuer Antworten im Bereich der Arbeitszeitgestaltung, die Reform des Urlaubsrechts ist dabei eine von mehreren Ansatzpunkten, die auch die GPA-djp in nächster Zeit forcieren wird“, kündigt Katzian eine herbstliche Offensive in der Arbeitszeitpolitik an.

Die GPA-djp fordert bereits seit 2011 eine sechste Urlaubswoche für alle ArbeitnehmerInnen. Derzeit kommen Beschäftigte mit einer Betriebszugehörigkeit von 25 Jahren in den Genuss einer sechsten Urlaubswoche. Im öffentlichen Dienst gebührt eine sechste Urlaubswoche ab dem 43. Lebensjahr, eine wesentlich gerechtere und jedenfalls zeitgemäße Regelung, heißt es in der GPA-djp abschließend.

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