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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Weiterhin klares Nein zur Sonntagsöffnung im Handel

Fragwürdige Allianz der Arbeitgeber im Wiener Handel mit dem Wiener Tourismus

"Unsere Position zu einer Ausweitung der Ladenöffnungszeiten ist bekannt: Die bestehenden Ausnahmeregelungen sind völlig ausreichend. Weitere Ausnahmeregelungen in Tourismusgebieten sind nur dann diskutabel, wenn sie nach bestehenden Gesetzen überhaupt erlaubt sind, sie sozialpartnerschaftlich ausverhandelt werden und faire Rahmenbedingungen für die Beschäftigten inkludieren", stellt Manfred Wolf, stv. Leiter des Geschäftsbereichs Interessenvertretung in der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus (GPA-djp) zu den jüngsten Vorstößen des designierten Wiener Wirtschaftskammerpräsidenten Walter Ruck fest.

In diesem Sinne sei die mediale Ankündigung des designierten Präsidenten der Wiener Wirtschaftskammer über eine Sonntagsöffnung der Geschäfte verhandeln zu wollen, als wenig hilfreiche Stimmungsmache gegen die Interessen der Beschäftigten zu werten, so Wolf. Er ist in dieser Frage einer Meinung mit der Wiener Stadtregierung und dem Wiener Handel, der ebenfalls keinen Bedarf sieht und den Standpunkt vertritt, dass es keine Erweiterung der bestehenden Regelungen brauche.

Wert der Sozialpartnerschaft?

Generell sieht man die offenbar propagierte Annäherung der Handelsvertreter mit den Tourismusvertretern in der Wiener Wirtschaftskammer in Zusammenhang mit diesem Vorstoß  in der GPA-djp skeptisch und es stellt sich auch die Frage, was den Handelsvertretern der WKO in Wien die Sozialpartnerschaft zukünftig wert sei, fragt sich Karl Proyer, stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp.

Den Wiener Tourismusvertretern rät Proyer: "Es wäre zielführender, bei den aktuellen Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 200.000 Beschäftigten in der Hotellerie und im Gastgewerbe Österreichs, die von den Arbeitgebern vor zwei Tagen abgebrochen worden sind, ihren Einfluss für einen vernünftigen Abschluss geltend zu machen, statt die Verschlechterung der Arbeitszeitbedingungen der Handelsbeschäftigten zu pflegen. Mit uns wird es keine Sonntagsarbeit im Handel geben."

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