Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.

GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
GPA-djp Vorsitzender Wolfgang Katzian bei seinem Impulsreferat zum Thema Industrie 4.0 bei Infineon in Villach. GPA-djp Vorsitzender Wolfgang Katzian
MMaga Agnes Streissler-Führer, Ökonomin bei ihrem Impulsreferat zum Thema Industrie 4.0 bei Infineon in Villach. MMaga Agnes Streissler-Führer, Ökonomin
Dipl.-Ing. Dr. Sabine Herlitschka, MBA Dipl.-Ing. Dr. Sabine Herlitschka, MBA, Vorstandsvorsitzende Infineon Technologies Austria AG
Betriebsräte und Betriebsrätinnen aus ganz Österreich folgten interessiert den Referaten und beteiligten sich an der Podiumsdiskussion. Starker Andrang bei den Referaten und der Podiumsdiskussion

Industrie 4.0 ist die Antwort, aber was war noch mal die Frage?

ExpertInnen und BetriebsrätInnen diskutierten die Chancen und Risiken von Industrie 4.0

Die GPA-djp lud am 17. September ExpertInnen und BetriebsrätInnen aus ganz Österreich dazu ein beim Technologiekonzern Infineon in Villach die Chancen und Risiken von Industrie 4.0 für die Beschäftigten zu diskutieren, um die öffentliche Debatte zu diesem Thema aktiv mit zu gestalten.Unter dem Schlagwort "Industrie 4.0" werden mehrere Entwicklungen zusammengefasst. Das sind vor allem die Verschmelzung klassischer Produktionstechniken mit digitalen Technologien in einem "Internet der Dinge", in dem Maschinen, Werkstoffe und Produkte selbstständig miteinander kommunizieren.

Katzian: Digitalisierung als Chance für gute Arbeit nutzen

Wolfgan Katzian beschreibt in seinem Referat die unterschiedlichen Auswirkungen und Geschwindigkeiten der Digitalisierung, die stark auseinanderklaffenden Prognosen bezüglich Beschäftigtenzahlen und Arbeitsmarkt und die juristischen Herausforderungen, die durch neue Formen der Beschäftigung wie "Crowdworking" oder "Sharing Economy" entstehen und kommt zu dem Schluss, dass  die Sozialpartner eine gemeinsame Agenda entwickeln müssem um die Mitbestimmungsrechte der Beschäftigten zu sichern.

"Die Rahmenbedingungen für Industrie 4.0 müssen gemeinsam von Betroffenen und Sozialpartnern gestaltet werden. Sowohl auf betrieblicher, als auch auf überbetrieblicher Ebene", fordert Katzian: "Wir wollen nicht "Maschinen stürmen", sondern gezielt mitgestalten, hin zu einer fairen Verteilung der positiven Effekte, die Digitalisierung haben kann. Effizienzsteigerungen durch digitale Innovationen und damit einhergehende Gewinne verbleiben derzeit meist bei den Unternehmen. Wir wollen die Digitalisierungseffekte aber als Chance für gute Arbeit nutzen, beispielweise in Form einer "Digitalisierungsdividende"."

Rege Beteiligung an der Podiumsdiskussion

Die Ökonomin MMaga Agnes Streissler-Führer referierte über die ökonomische Dimension, Chancen und Risken, die Potenziale für Österreich und die gewerkschaftlichen Handlungsfelder von Industrie 4.0.  Dipl.-Ing. Dr. Sabine Herlitschka, MBA, Vorstandsvorsitzende Infineon Technologies Austria AG sprach über die Zukunft der industriellen Arbeit und die Auswirkungen von Industrie 4.0 auf die Arbeitswelt.

An der anschließenden Podiumsdikussion mit den drei ReferentInnen sowie Kerstin Schulzendorf, Infineon Technologies Dresden GmbH, und Robert Muellneritsch, Zentralbetriebsrat von Infineon Technologies Austria AG beteiligte sich auch das Publikum sehr rege. Beim abschließenden Rundgang durch durch das Werksgelände von Infineon konnten sich die TeilnehmerInnen in Bild davon machen, wie Industrie 4.0 bereits jetzt in der Praxis funktioniert.

 

Artikel weiterempfehlen