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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Weitergabe persönlicher Daten aus sozialen Netzwerken an den Arbeitgeber?

Grund genug um die GPA-djp Expertin zum Thema Datenschutz zu befragen. Denn einer österreichischen Studie zufolge, sind Nutzer kritisch, aber ahnungslos.

Im Rahmen eines mehrjährigen Forschungsprojektes, dass vom Kommunikationswissenschaftler Christian Fuchs geleitet und vom Wissenschaftsfonds FWF finanziert wurde, wurden zwischen 2010 und 2014 mehr als 3500 Leute online befragt. „90 Prozent der Befragten gaben an, über den Schutz ihrer Daten besorgt zu sein. Viele haben auch Angst davor, dass persönliche Daten aus sozialen Netzwerken an ihren Arbeitgeber weitergegeben werden könnten.“, so Christian Fuchs im Artikel auf futurezone.at

Die Expertin in Sachen Datenschutz der GPA-djp, Clara Fritsch, hält folgendes fest:

Was ArbeitnehmerInnen privat tun und lassen, geht die ArbeitgeberInnen nichts an, darf von ihnen also nicht überwacht werden. Doch selbst am Arbeitsplatz bzw. in der Arbeitszeit dürfen ArbeitnehmerInnen nicht ununterbrochen kontrolliert werden. Das Recht auf Privatsphäre ist allgemein gültig - auch am Arbeitsplatz. Ohne Betriebsvereinbarung darf der/die ArbeitgeberIn keine Kontrollmaßnahmen setzen, die die Menschenwürde berühren (klassische Beispiele sind Taschenkontrollen, Videokameras, Zutrittskontrollen). Ein permanentes Orten der ArbeitnehmerInnen, eine Kontrolle der privaten Aktivitäten auf SocialMedia-Plattformen und Ähnliches sind nicht zulässig. Für die Überwachung im Rahmen des Arbeitsverhältnisses setzt die Betriebsvereinbarung Grenzen.

Näheres zu Datenschutz und Überwachung am Arbeitsplatz findet ihr auch auf dem Blog: http://arbeitundtechnik.gpa-djp.at/

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