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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Fallbeispiele aus der Praxis

Wie gestaltet sich die Arbeitsrealität im Gesundheits- und Sozialbereich?

Ulrike, 57 Jahre alt - Heimhilfe:
Ulrike ist im Ausmaß von 62,50 Prozent angestellt. Sie verdient 1.100 Euro brutto im Monat, dafür betreut sie sieben bis acht Personen pro Tag und fährt zusätzlich Essen auf Rädern aus. Im Quartal hat sie 47 Plusstunden, eigentlich möchte sie aber sie aber nur in dem Ausmaß arbeiten, in dem sie auch eingestellt ist, denn Ulrike geht bald in Pension.


Suzana, 35 Jahre alt - Heimhilfe:
Suzana ist wie Ulrike auch im Ausmaß von 62,50 Prozent angestellt, betreut ebenso sieben bis acht Personen pro Tag und fährt für „Essen auf Rädern“ und auch sie verdient dafür 1.100 Euro brutto im Monat. Sie hatte im letzten Quartal sogar 94 Plusstunden, doch Ulrike hat zwei Kinder und würde wegen ihrer Kinder gerne weniger Überstunden machen.


Marion, 41 Jahre alt - Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin:
Marion arbeitet 15 Stunden in der Woche und verdient dafür 1.002,04 Euro brutto im Monat. Marion würde sehr gerne mehr arbeiten und aufgestuft werden, aber ihre Einsatzleitung ist dagegen.


Renata, 32 Jahre alt - Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin:
Auch Renata ist im Ausmaß von 15 Stunden pro Woche angestellt, sie verdient 1.013,90 Euro brutto im Monat, sie bekommt jedoch eine Kinderzulage für ihre zwei Kinder, diese ist in ihrem Bruttogehalt bereits miteingerechnet.


Bojana, 44 Jahre alt – Psychologin:
Bojana arbeitet 30 Stunden in der Woche, pro Woche betreut sie 20 bis 25 Personen. Mit Nacharbeiten würde sie im Schnitt eigentlich drei bis vier Stunden für jeden KlientInnenkontakt benötigen. Wegen ihrer Kinder kann Bojana nicht Vollzeit arbeiten, trotzdem hatte sie im letzten Quartal 6 Plusstunden.


Manfred, 39 Jahre alt – Diplomierter Sozialarbeiter:
Manfred ist Vollzeit angestellt bei einer 38 Stunden Woche. Er betreut sechs bis acht Klienten pro Tag und hatte im letzten Quartal 5 Plusstunden, dafür verdient er 2351,46 Euro brutto im Monat, das heißt ihm bleiben dafür 1.592,54 Euro netto pro Monat.


Eva, 47 Jahre alt – Administrationskraft in einer Einrichtung für Erwachsenensozialarbeit:
Als Administrationskraft ist Eva für den Kontakt zu 40 bis 80 Personen pro Tag zuständlich. Sie ist für 35 Stunden in der Woche angestellt, hatte aber im letzten Quartal auch 8 Plusstunden. Sie verdient dafür 1582,50 Euro brutto im Monat.


Alexander, 45 Jahre alt – Behindertenbetreuer:
Alexander arbeitet 34 Stunden in der Woche, er verdient 2.216,53 Euro brutto pro Monat, netto bleiben ihm 1.522,34 Euro im Monat, er hat zwei Söhne.


Murat, 40 Jahre – Lern- und Freizeitbetreuer in der Nachmittagsbetreuung:
Murat ist im Umfang von 32 Stunden pro Woche angestellt um 20 Kinder zu betreuen. Er verdient dafür 1.799,49 Euro brutto, dazu kommen zehn bezahlte Mehrstunden im Jahr, weitere 40 Überstunden im Jahr muss er unbezahlt leisten, weil er diese für die Vorbereitung seiner Arbeit braucht.

 

Elisabeth, 25 Jahre - Freizeitpädagogin in der Schule:
Auch Elisabeth arbeitet wie Manuel in der Nachmittagsbetreuung für SchülerInnen. Sie ist im Umfang von 36,17 Wochenstunden angestellt und betreut 25 Kinder. Sie hat 30 bezahlte Mehrstunden im Jahr, weitere 25 Überstunden arbeitet sie unbezahlt, sie hätte gerne eine Vollzeitanstellung, dafür bekommt sie aber keine Anstellung.

(Quelle: BetriebsrätInnen der GPA-djp 2014)

 

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