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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
Bei einer Straßenaktion in Linz machten BetriebsrätInnen auf die schlechten Arbeitsbedingungen im Sozialbereich aufmerksam.

Stricken für soziale Wärme

BetriebsrätInnen-Aktion in Linz

Bei einer öffentlichen Aktion am Linzer Martin-Luther-Platz setzten AktivistInnen aus dem Sozialbereich ein Zeichen für mehr soziale Wärme im Umgang mit Beschäftigten. Die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) und die Gewerkschaft vida unterstützen die InteressensvertreterInnen bei ihrem Kampf für bessere Arbeitsbedingungen.

„Wir spüren ganz deutlich, dass die Bevölkerung hinter uns steht. Unsere Arbeit wird geschätzt und ist wichtig für die Gesellschaft“, so Claudia Goldgruber, stellvertretende Betriebsratsvorsitzende der Caritas für Menschen mit Behinderungen.
„Das müssen nun endlich auch die politisch Verantwortlichen kapieren. Ziel unserer Kampagne ist es daher, öffentlich Druck aufzubauen. Dies versuchen wir bereits seit Jahresbeginn mit verschiedenen Aktionen“, so Goldgruber weiter.

Seit Jahren fordern BelegschaftsvertreterInnen aus dem Sozialbereich ein Ende des Sparwahns, aber die Sozialbudgets der letzten Jahre blieben stets hinter dem tatsächlichen Bedarf zurück. Durch die rigide Einsparungspolitik der Landes- und Bundesregierung verschlechtern sich die Arbeitsbedingungen jährlich.

Die rund 100.000 Beschäftigten im Sozialbereich sind mit ihrer Bezahlung unzufrieden. Die Einkommen liegen unter dem Durchschnitt. Eine angemessene Entlohnung wird von der öffentlichen Hand und den Geschäftsführungen verweigert. Rund 70 Prozent der Beschäftigten im Sozialbereich arbeiten Teilzeit. Die vereinbarten Stundenausmaße der Dienstverhältnisse werden durch zu knappe Finanzierungsmodelle ständig reduziert. Die dadurch verursachten Minieinkommen sind existenzbedrohend.

„Daher fordern wir BetriebsrätInnen eine deutliche Anhebung der Gehälter und weniger krank machenden Arbeitsdruck. Unsere Arbeit ist einfach mehr wert“, so Goldgruber abschließend.

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