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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Intervention der GPA-djp auf politischer Ebene

Wir schreiben das Jahr 2009: Im Zuge der sogenannten Finanzkrise beschließt die Bundesregierung für das Doppelbudget 2009/2010 Einsparungen auf der Ebene der Bundesministerien, was auch zu einer Kürzung von Subventionsmitteln führen könnte. Eine große, bundesweit tätige soziale Einrichtung ist als Subventionsempfängerin in einer Weise betroffen, dass die in Aussicht gestellten Mittel die Erstellung eines Budgets zur vollen Aufrechterhaltung des Betriebes nicht zulassen.

Der Geschäftsführer wendet sich daraufhin an den Betriebsrat, um Einsparungen bei den Gehältern auf Ebene der Betriebsvereinbarung (Biennalsprünge, Valorisierung, Pausenregelung usw.) zu verhandeln. Als der Betriebsrat diese Einsparungen ablehnt und nur bereit ist, ein vorübergehendes Aussetzen der Prämienzahlungen für die betriebliche Pensionsvorsorge mit der Option einer rückwirkenden Einzahlung mitzutragen, gibt der Dienstgeber bekannt, dass bis zu 15 Dienstposten eingespart werden müssen.

Der Betriebsratsvorsitzende wendet sich in der Folge an die Gewerkschaft. Es gibt Gelegenheit, den Vorsitzenden der GPA-djp Wolfgang Katzian direkt über die ernste Lage zu informieren und um seine Unterstützung zu ersuchen. Innerhalb weniger Tage bewirkt seine politische Intervention, dass Vorstand und Geschäftsführung des betroffenen Vereins zu Gesprächen ins Bundesministerium eingeladen werden. Die Verhandlungen führen dann relativ rasch zu einem Ergebnis, mit dem der drohende Personalabbau abgewendet ist.

Bei dieser Vorgehensweise wurde im »Viereck« Subventionsgeber – Betriebsleitung – Betriebsrat – Gewerkschaft bewusst auf eine hohe Transparenz bei den jeweiligen Schritten geachtet und dadurch ermöglicht, dass bei allen Interessenunterschieden die ebenfalls bestehenden gemeinsamen Interessen in den Vordergrund treten konnten.

Insbesondere das gute, unkomplizierte und entschlossene Zusammenwirken zwischen Betriebsrat und Gewerkschaft war ein Geheimnis des Erfolges. Und einmal mehr belegt dieses Beispiel, dass wir auch in einem anderen Sinn nur gemeinsam stark sind: Betriebsrat UND Gewerkschaft.

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