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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Organizing-Projekt der Gewerkschaft vida in berösterreichischen Krankenhäusern

Dampf ablassen und mehr … Wer kennt das nicht? Wir ärgern uns über immer dieselben Dinge in der Arbeit. Bei sogenannten Blitztagen haben GewerkschafterInnen versucht, vor Ort die täglichen Probleme der Beschäftigten zu erkunden. Jetzt gilt es, diese gemeinsam zu lösen.

An einem Samstag besuchten BetriebsrätInnen und GewerkschafterInnen die Beschäftigten in vier oberösterreichischen Krankenhäusern an ihrem Arbeitsplatz, um zu erfahren, was die größten Ärgernisse im Arbeitsalltag sind. »Ich hatte zuvor die Befürchtung, dass die Leute eher kurz angebunden sein würden. Noch dazu, wo bei uns der Samstag ein Aufnahmetag ist, es also sehr viel zu tun gibt. Doch die meisten Beschäftigten haben sich die Zeit genommen und uns erzählt, was ihnen unter den Nägeln brennt«, berichtet eine Betriebsrätin im Krankenhaus der Elisabethinen in Linz. Positiv sei bei den Beschäftigten auch angekommen, dass neben dem eigenen Betriebsrat auch MitarbeiterInnen der Gewerkschaft vida mit dabei gewesen sind. »Wir waren auf den Stationen in Zweierteams unterwegs. Das hat eine andere Wertigkeit als wenn ich allein durch die Stationen gehe.

Aus dem Aktionstag hab ich auch mitgenommen, dass es sehr darauf ankommt, wie man fragt. Wir haben nach der Arbeitssituation gefragt statt allgemein, wie es denn so gehe. Deshalb haben wir auch konkrete Antworten bekommen«, sagt sie.


Gemeinsam handeln
Dampf ablassen war ein wichtiger Bestandteil des Aktionstages. Zugleich geht es darum, die Wut sinnvoll für gemeinsames Handeln zu kanalisieren. »Deshalb haben wir die Beschäftigten auch gefragt, was sie selbst bereit sind, zur Lösung des Problems zu unternehmen«, berichtet ein Kollege, der Betriebsratsmitglied und Physiotherapeut ist. Insgesamt waren an dem Aktionstag zehn Teams in vier Krankenhäusern unterwegs.

»Wir haben uns zuvor einen Tag gemeinsam auf den Aktionstag vorbereitet und abschließend beraten, wie die aufgezeigten Probleme weiter bearbeitet werden können«, erzählt er.

Klar ist jedenfalls: Die Beschäftigten werden auf dem Laufenden gehalten, ob bei den aufgezeigten Missständen etwas weitergeht. Auch bei der Planung etwaiger weiterer Aktionen zur Lösung der Probleme werden die Beschäftigten aktiv eingebunden.

BetriebsrätInnen im Krankenhaus Braunau: https://www.facebook.com/groups/373844581037/

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