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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Kommunikation mit dem Dienstgeber

Je mehr Unterstützung der Betriebsrat dabei von der Belegschaft bekommt, desto erfolgreicher werden seine Aktivitäten sein.

Die Kommunikation mit dem/r DienstgeberIn ist für einzelne meist etwas Schwieriges – und kann zwar im Einzelfall helfen, aber nicht bei Problemen, die viele oder alle betreffen. Hier ist der Betriebsrat gefragt. Er kann mit dem/r DienstgeberIn – in der Regel mit der Geschäftsführung – im Rahmen der Spielregeln des Arbeitsverfassungsgesetzes kommunizieren, sowie durch eine funktionsbewusste und situationsabhängige Balance von Konfliktfähigkeit und Kooperationsbereitschaft Lösungen erarbeiten und im besten Fall auch durchsetzen. Je mehr Unterstützung der Betriebsrat dabei von der Belegschaft bekommt, desto erfolgreicher werden seine Aktivitäten sein.

Im Arbeitsverfassungsgesetz sind die Aufgaben des Betriebsrates mit seinen Rechten und Pflichten definiert. Bei der Überwachung der Einhaltung des Arbeitsrechtes und des Kollektivvertrages bzw. der Betriebsvereinbarungen sowie bei der Wahrnehmung seiner vielfältigen Informations-, Beratungs- und Interventionsrechte erhält der Betriebsrat im Bedarfsfall die Unterstützung durch die Gewerkschaft, sei es durch Beratung, Mitwirkung bei Verhandlungen, Teilnahme am Jour Fixe mit der Geschäftsführung oder der Einbringung von Klagen.

In der laufenden Kommunikation mit der Geschäftsführung geht es sowohl um individuelle Anliegen, als auch um kollektive, welche die gesamte Belegschaft oder Teile davon betreffen. Es geht auch um jene Informationen, welche Betriebsrat und Belegschaft brauchen, um ihr Handeln festlegen zu können, zB wenn Änderungen auf strategischer Ebene seitens des Betriebes angedacht sind (neue Arbeitsfelder, Betriebsübernahmen, angedrohte Kündigungen von ganzen Gruppen von KollegInnen). Oft werden diese Gespräche somit zur Basis für das weitere Handeln.

Natürlich treten auch in diesen Gesprächen die unterschiedlichen Interessen von Geschäftsführung und Betriebsrat zutage. Die Geschäftsführung versucht oft, sich so wenig wie möglich in die Karten blicken zu lassen, indem sie nur ein Minimum an Informationen preisgibt. Der Betriebsrat hingegen ist davon abhängig, soviel wie möglich aus der Geschäftsführung herauszubekommen.

Im Konfliktfall hilft einerseits das oft in Seminaren der GPA-djp erworbene Wissen über die zustehenden Rechte oder auch ein kurzes Schreiben der Gewerkschaft weiter, wenn die Geschäftsführung versucht, den Betriebsrat unvollständig zu informieren oder aber seine Mitbestimmungsmöglichkeiten zu beschneiden. Die so erhaltenen Informationen sind wiederum die Basis dafür, mit der Belegschaft gemeinsam eine fundierte Diskussion über Positionen und Maßnahmen führen zu können.

 

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