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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Kommunikation zwischen den Beschäftigten

Betriebsgruppe, Umfrage und Betriebsversammlung

Die Basis erfolgreicher Betriebspolitik ist ein lebendiger, offener Austausch im Gespräch der Kolleginnen und Kollegen über sämtliche Fragen der ArbeitnehmerInneninteressen. Dabei ist vor allem darauf zu achten, dass unterschiedliche Anliegen einzelner Gruppen der Belegschaft respektiert werden, während gleichzeitig der Blick auf gemeinsame Interessenlagen nicht verstellt wird.

Es sollte in den Diskussionen miteinander darauf geachtet werden, dass »strukturelle Verführungen«, sich gegeneinander zu wenden, aufgedeckt, refl ektiert und damit überwunden werden können.Rahmen für die belegschaftsinterne Kommunikation bieten Pausengespräche, Betriebsfeiern und Betriebsausfl üge, die Einrichtung von Betriebsgruppen sowie Betriebsversammlungen.

Ein zentrales Instrument der ArbeitnehmerInnen ist deren Recht (und Pflicht), einen Betriebsrat zu gründen, der auf Basis des Arbeitsverfassungsgesetzes die wirtschaftlichen, sozialen, gesundheitlichen und kulturellen Interessen der KollegInnen gegenüber dem/r DienstgeberIn wahrnimmt (siehe dazu die Broschüre des ÖGB »Die Betriebsratswahl« – www.betriebsraete.at).

Der Betriebsrat, als demokratisch legitimierte Körperschaft, hat auch die Aufgabe, die Kommunikation mit und innerhalb der Belegschaft zu fördern und zu gestalten. Dabei kommt den halbjährlich verpfl ichtend bzw. darüber hinaus im Anlassfall einzuberufenden Betriebsversammlungen besondere Bedeutung zu.

Die Betriebsversammlung ist sowohl der Ort der gegenseitigen Information und Diskussion, als auch der Rahmen für die gemeinsame Meinungs- und Willensbildung, die in Beschlüsse über bestimmte Maßnahmen – zB die Einrichtung eines Betriebsratsfonds, die Aufnahme von Verhandlungen mit dem/r DienstgeberIn über eine Betriebsvereinbarung oder auch die Verabschiedung von Resolutionen oder Aktionen usw. – münden kann.

Vor allem aber braucht es einen aktiven Betriebsrat – und damit ist nicht eine Einzelperson gemeint, sondern immer das gesamte Gremium. Ein solches wird niemals nur FÜR, sondern immer MIT der Belegschaft agieren. Mit Fug und Recht haben viele KollegInnen die StellvertreterInnenpolitik satt, die ihnen vorgaukelt, in ihrem Interesse zu handeln und dieses dabei oftmals mit Füßen tritt. Daher ist es notwendig, dass das Exekutivorgan Betriebsrat gemeinsam mit der Belegschaft handelt, nicht aber versucht, paternalistisch alles für die KollegInnen zu »richten«.

Ganz bewusst muss den KollegInnen vermittelt werden, dass der beste Betriebsrat der Welt ohne Unterstützung, ohne Rückhalt, alleine gar nichts erreichen kann. Er ist schließlich das gewählte Exekutivorgan der Belegschaft. Und diese muss handeln, denn nur sie kann in Konfl iktsituationen wirklich etwas erreichen, in offener politischer Aktion, nicht aber beim Hinterzimmergemauschel.

Selbstverständlich bedeutet das nicht, dass der Betriebsrat nicht versuchen sollte, in kontinuierlichen Gesprächen mit der Geschäftsführung etwas zu erreichen. Insofern brauchen die Beschäftigten einen aktiven Betriebsrat, und der Betriebsrat aktive Beschäftigte!

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