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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

FAQs und das Wichtigste zum Freien Dienstvertrag auf einen Blick!

Wozu verpflichte ich mich wenn ich einen Freien Dienstvertrag unterschreibe?

  • Du gehst ein Dauerschuldverhältnis ein. Du haftest nicht dafür ein bestimmtes „Werk“ oder Produkt zu erstellen.
  • Du verpflichtest dich auf be­stimmte oder unbe­stimmte Zeit gegen Entgelt bestimmte Dienstleistungen bei einem/r Arbeitgeber/in zu erbringen.

Was ist der Unterschied zu einem normalen Dienstvertrag?

  • Deine Weisungs­gebundenheit ist wesen­tlich geringer als beim Dienstvertrag.
  • Es besteht keine oder geringe disziplinäre Abhängigkeit.
  • Du kannst deine Arbeitszeit selbst einteilen.
  • Du kannst deinen Arbeitsort frei wählen.

Was gilt für mich auch bei einem Freien Dienstvertrag?

  • Die Betriebs­mittel werden im Wesentlichen von deinem/deiner ArbeitgeberIn bereitgestellt.
  • Die Leistung musst du im Wesentlichen persönlich erbringen. Du musst dich nicht um eine Vertretung bemühen.
  • Das Erfolgsrisiko liegt bei deinem/deiner Arbeitgeber/in.

Geringfügig beschäftigt bist du als (FreieR) DienstnehmerIn, wenn du im Monat nicht mehr als Euro 438,05 brutto verdienst, eine tägliche Grenze für den Verdienst gibt es nicht mehr (Stand 2018).

Rechtliche Grundlage: Allgemein Bürgerliches Gesetzbuch (ABGB)

Sozialversicherung

  • Wenn du über Euro 438,05 (Stand 2018) im Monat verdienst, dann bist du kranken-, unfall- und pensionsversichert.
  • Du hast Anspruch auf Krankengeld ab dem 4. Tag der Krankheit von der zuständigen Gebietskrankenkasse
  • Du bist arbeitslosenversichert, einbezogen in die Abfertigung neu und in den Insolvenzausgleichfonds
  • Du kannst Wochengeld beziehen; es richtet sich nach den letzten 3. Monatsbezügen
  • Die Sozialversicherungsbeiträge betragen für dich 17,62 Prozent von deinem Bruttogehalt.
  • DeinE DienstgeberIn zahlt 22,51 Prozent (inkl. BV-Beitrag) deines Bruttogehaltes an die Gebietskrankenkasse.
  • Du hast Anspruch auf Bildungskarenz

Rechtliche Grundlage: Allgemeines Sozialversicherungsgesetz (ASVG)

Steuer

  • Freie Dienstverträge, Werkverträge und Einkommen aus Gewerbeschein werden steuerlich wie betriebliches Einkommen behandelt.

Ab wann muss ich Steuern bezahlen?

  • Ab einem steuerlichen Gewinn von Euro 11.000,- (Stand 2018) pro Kalenderjahr musst du eine Einkommensteuererklärung abgeben. Dann beginnt die Steuerpflicht.
  • Die Einkommensteuererklärung musst du bis 30. April des Folgejahres abgeben, per Internet mit Nutzung von finanz-online kannst du sie bis zum 30. Juni des Folgejahres durchführen.
  • Einnahmen, die du als freieR DienstnehmerIn oder NeueR SelbstständigeR erzielst, sind umsatzsteuerpflichtig. Allerdings kannst du die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen, wenn dein jährlicher Umsatz unter Euro 30.000,- liegt.

Wie hoch sind die Steuersätze?

EUR 11.000,– und darunter

0%

EUR 11.000,– bis 18.000,–

25%

EUR 18.000,- bis 31.000,–

35%

EUR 31.000,- bis 60.000,–

42%

EUR 60.000,– bis 90.000,–

48%

EUR 90.000,- bis 1 Mio.

50%

über 1 Mio.

55% (befristet)

Rechtliche Grundlagen: Einkommensteuergesetz (EStG), Umsatzsteuergesetz (UStG)

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