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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Ich habe einen Werkvertrag

und dazu viele Fragen!
  • Du gehst ein Zielschuldverhältnis ein, d.h. du schuldest ein Ergebnis.
  • Du verpflichtest dich zur Herstellung eines Werkes bzw Erbringung einer Dienstleistung gegen Entgelt.
  • Als Auftragnehmer/in musst du deine eigenen Betriebsmittel verwenden.
  • Die Leistung musst du nicht persönlich erbringen, d.h. du kannst dich vertreten lassen.
  • Das Erfolgsrisiko trägst du als Auftragnehmer/in.

Rechtliche Grundlage: Allgemein Bürgerliches Gesetzbuch (ABGB)

Sozialversicherung

  • Dein/e Auftraggeber/in hat keine Beitragspflicht und keine Meldepflicht zur Sozialversicherung, d.h. du bist selbst dafür verantwortlich, dich bei der Gewerblichen Sozialversicherungsanstalt (SVA) zu melden. Wenn du nicht innerhalb von 8 Wochen ab Ausstellung des maßgeblichen Einkommensteuerbescheides das Überschreiten der Versicherungsgrenze meldest, drohen Nachzahlungen und Strafzuschläge in der Höhe von 9,38 Prozent der Beitragsgrundlage.
  • Wenn du ausschließlich Einkünfte aus Tätigkeiten als "neue/r" Selbständige/r hast, dann bist du pflichtversichert, wenn du jährlich mehr als Euro 5.108,40 steuerlichen Gewinn hast.
  • Dieser errechnet sich folgendermaßen: du rechnest das steuerpflichtige Einkommen (Einnahmen minus Ausgaben) plus Hinzurechnungen (gemäß § 25, Abs. 2 GSVG), diese sind vor allem bezahlte Kranken- und Pensionsversicherungsbeiträge. Unter dieser Grenze besteht keine Sozialversicherungspflicht.
  • Der Beiträge in der Pensionsversicherung betragen 18,50 Prozent, in der Krankenversicherung 7,65 Prozent des Bruttogehaltes. Die Unfallversicherungsbeiträge sind unabhängig vom Einkommen und betragen im Monat Euro 9,33 bzw pro Jahr Euro 111,30 (Stand 2017). Die Beiträge werden vierteljährlich vorgeschrieben.

 Rechtliche Grundlage: Gewerbliches Sozialversicherungsgesetz (GSVG) 

Steuer

  • Freie Dienstverträge, Werkverträge und Einkommen aus Gewerbeschein werden steuerlich wie betriebliches Einkommen behandelt.
  • Ab einem steuerlichen Gewinn von Euro 11.000,- (Stand 2017) pro Kalenderjahr musst du eine Einkommensteuererklärung abgeben. Dann beginnt die Steuerpflicht.
  • Die Einkommensteuererklärung musst du bis 30. April des Folgejahres abgeben, per Internet mit Nutzung von finanz-online kannst du sie bis zum 30. Juni des Folgejahres durchführen.
  • Einnahmen, die du als freie/r Dienstnehmer/in oder Werkvertragsnehmer/in erzielst, sind umsatzsteuerpflichtig. Allerdings kannst du die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen, wenn dein jährlicher Umsatz unter Euro 30.000,- liegt.

Rechtliche Grundlagen: Einkommensteuergesetz (EstG), Umsatzsteuergesetz (UStG)

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