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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Ich habe einen Gewerbeschein

und dazu viele Fragen!
  • Du führst ein Unternehmen.
  • Dafür brauchst du eine Gewerbeberechtigung.

Rechtliche Grundlage: Allgemein Bürgerliches Gesetzbuch (ABGB)

Sozialversicherung

  • Die Beitragsgrundlage für die Sozialversicherung ist immer dein steuerpflichtiges Einkommen (Einnahmen minus Ausgaben) zuzüglich Hinzurechnungen (gemäß § 25, Abs. 2 GSVG), diese sind vor allem bezahlte Kranken- und Pensionsversicherungsbeiträge.
  • Es gilt, dass vorläufige Beiträge von der Mindestbeitragsgrundlage jeweils Euro 425,7 in der Krankenversicherung und Pensionsversicherung (Stand 2017) zu entrichten sind. Diese werden auf Basis deines tatsächlich erzielten Einkommens berichtigt. Es kommt daher zu Nachzahlungen oder Guthaben von Beiträgen.
  • Deine Pflichtversicherung in der Kranken-, Pensions- und Unfallversicherung beginnt mit dem Tag, an dem die Voraussetzungen eingetreten sind, zB Tag deiner Gewerbeanmeldung oder Konzessionserteilung, Tag deines Eintrittes in eine OHG/OEG, Bestellung zu dem/der Komplementär/in einer KG/KEG oder Bestellung zum/zur geschäftsführenden GmbH-Gesellschafter/in.
  • Du bist nicht arbeitslosenversichert, kannst aber freiwillig in die Arbeitslosenversicherung einbezahlen.
  • Der Beiträge in der Pensionsversicherung betragen 18,50 Prozent und 7,65 Prozent des Bruttogehaltes in der Krankenversicherung. Die Unfallversicherungsbeiträge sind unabhängig vom Einkommen und betragen im Monat Euro 9,33 bzw pro Jahr Euro 111,36 (Stand 2017). Die Beiträge werden vierteljährlich vorgeschrieben.

Rechtliche Grundlage: Gewerbliches Sozialversicherungsgesetz (GSVG)

Steuer

  • Freie Dienstverträge, Werkverträge und Einkommen aus Gewerbeschein werden steuerlich wie betriebliches Einkommen behandelt.
  • Ab einem steuerlichen Gewinn von Euro 11.000,- (Stand 2017) pro Kalenderjahr musst du eine Einkommensteuererklärung abgeben. Dann beginnt die Steuerpflicht.
  • Die Einkommensteuererklärung musst du bis 30. April des Folgejahres abgeben, per Internet mit Nutzung von finanz-online kannst du sie bis zum 30. Juni des Folgejahres durchführen.
  • Einnahmen, die du als freie/r Dienstnehmer/in oder Werkvertragsnehmer/in erzielst, sind umsatzsteuerpflichtig. Allerdings kannst du die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen, wenn dein jährlicher Umsatz unter Euro 30.000,- liegt.

Rechtliche Grundlagen: Einkommensteuergesetz (EstG), Umsatzsteuergesetz (UStG)

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