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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
Pressekonferenz zur Umfrage
Abendveranstaltung mit Andreas Reiter
Mag. Reiter und das steirische IG Professional Team

Steirische Fach- und Führungskräfte: Gesundheit und Familie statt ständiger Erreichbarkeit und Burn-Out-Gefahr

Rund 90 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte geben an, „ständig“ oder „sehr oft“ beruflichem Stress ausgesetzt zu sein.

Laut einer Studie der steirischen IG Professional innerhalb der GPA-djp sind Fach- und Führungskräfte immer gestresster. Beinahe die Hälfte der Befragten habe Angst vor gesundheitlichen Schäden durch den Arbeitsplatz, auch Burn-Out sei ein Thema. Am Donnerstag, 06.10.2016 stellten Dieter Walz, Vorsitzender der IG Professional Steiermark und Christian Jammerbund, stv. Geschäftsführer der GPA-djp Steiermark die Studienergebnisse im Rahmen einer Pressekonferenz vor. "Wir wollten wissen, wo die steirischen Fach- und Führungskräfte der Schuh drückt!", so Dieter Walz.


Fast alle „ständig“ oder „sehr oft“ im Stress
Rund 90 Prozent der über 200 befragten Fach- und Führungskräfte gaben an, „ständig“ oder „sehr oft“ beruflichem Stress ausgesetzt zu sein. Knapp ein Drittel hat sogar schon Burn-Out-Symptome bei sich festgestellt: „Wir haben auch abgefragt, wo die persönlichen Prioritäten gesetzt sind. Und da kommt ganz stark zum Ausdruck: Gesundheit, Familie, Work-Life-Balance sind wichtig; die Karriereabsichten sind nicht so stark ausgeprägt“, erklärt Jammerbund. Der technologische Wandel - also Smartphones und Laptops - mache es möglich, heute auch unterwegs, etwa auf Dienstreisen, noch mehr zu arbeiten. Die Einhaltung des Arbeitszeitgesetz müsse daher umso genauer überprüft werden: „Die Forderungen der Gewerkschaft sind einerseits die Arbeitszeitregelungen verstärkt zu kontrollieren und auch über unsere Betriebsrätinnen und Betriebsräte einzufordern sowie passive Reisezeiten neu zu bewerten, weil es vor 20 Jahren einfach noch keine iPads und Digitalisierung gegeben hat“, so Jammerbund.


Hochkarätige Abendveranstaltung mit Zukunftsforscher Mag. Andreas Reiter
Am selben Tag fand im ÖGB-Haus in Graz eine hochkarätige Abendveranstaltung mit Zukunftsforscher Mag. Andreas Reiter vom ZTB Zukunftsbüro statt. Unter dem Titel "Wohin geht die Reise?" wurden mögliche Auswirkungen der Digitalisierung und des damit verbundenen Kulturwandels der "Generation von morgen" diskutiert. Der "sozialversicherungspflichtige Algorithmus" war dabei ebenso ein Thema wie das Schlagwort "caring capitalism" - also das Unternehmen von morgen, welches verstärkt auf die Bedürfnisse und Lebensphasen jedes/jeder einzelnen Beschäftigten fokussiert.


Schöne neue (digitale) Welt?
Besonders die Digitalisierung der Arbeitswelt - oftmals fälschlicherweise unter "Industrie 4.0" subsummiert - erfordert eine sozialpartnerschaftliche Kraftanstrengung: "Es gibt bereits Unternehmen in den USA, welche im Vorstand offiziell einen Algorithmus sitzen haben", so Mag. Reiter und führt weiter aus: "co-working zwischen Mensch und Maschine - sogenannte hybride Arbeitsteams - wird eines der zentralen Zukunftsthemen in der Arbeitswelt werden".
Die intensive und teilweise auch kontroversielle Diskussion dazu wurde im Anschluss auch im informellen Rahmen - bei einem kleinen Buffet - fortgesetzt.


Die Highlights der Umfrage unter steirischen Fach- und Führungskräften 2016 sowie den Vortrag von Mag. Andreas Reiter finden Sie nachstehend zum Download.

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