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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

§7 Rechnungslegung und Verfall von Ansprüchen

Zusatzkollektivvertrag Dienstreise Außendienst: Mobildienst
Vorschläge für branchenübergreifende europataugliche Kollektivvertragslösungen


7.1 Vorschuss: Bei Dienstreisen, deren Dauer einen Kalendertag überschreitet, hat der/die Arbeitnehmer/in das Recht, einen Vorschuss in der voraussichtlichen Höhe der Reiseabrechnung in Anspruch zu nehmen; die Entscheidung über die Modalitäten der Auszahlung des Vorschusses obliegt dem Arbeitgeber, der dabei aber das Risiko bezüglich zeitlicher Verfügbarkeit, Sicherheit und Schwankungen der Umrechnungskurse von Fremdwährungen trägt.28

7.2 Geltendmachung: Der/Die Arbeitnehmer/in hat seine/ihre Ansprüche spätestens sechs Monate nach Abschluss der Dienstreise durch eine schriftliche Abrechnung und Beibringen allfällig zu erstattender Rechnungen zu stellen; ansonsten verfallen diese Ansprüche.

7.3 Auszahlung: Der Arbeitgeber hat nach Rechnungslegung die entsprechende Zahlung bis spätestens zum Ende des folgenden Monats zu tätigen. Gewährte Vorschüsse sind dabei gegenzurechnen.

7.4 Höhere Gewalt: Ist eine Heimreise von der Dienstreise wegen höherer Gewalt nicht möglich, so ist der Arbeitgeber verpflichtet, das Gehalt sechs Monate weiter zu überweisen bzw. den Angehörigen auszuzahlen, zu deren Erhaltung der/die Arbeitnehmer/in gesetzlich verpflichtet ist; für weitere sechs Monate gebührt diesen Angehörigen auf deren Verlangen ein Betrag in der Höhe des nach dem Entgelt berechneten pfändungsfreien Einkommens.

7.5 Pauschalierung: Erfolgt die Abrechnung der Entschädigungen gemäß §5.6 dieses Kollektivvertrags durch Pauschalierung, so ist eine jährliche Evaluierung dieser Pauschale entsprechend dem Preisindex von Eurostat vorzunehmen, um die materielle Gleichwertigkeit zu überprüfen und ggf. anzupassen.

_________________________________________________________________

28 Damit sollen bei Kreditkartenlösungen, wie sie in vielen Betrieben gängige Praxis sind, die Verfügbarkeits- und Haftungsrisiken in keiner Weise auch nur teilweise auf den/die Arbeitnehmer/in abgewälzt werden können; das heißt, es sind Firmenkreditkarten (mit dem Firmenkonto verknüpft) einzusetzen oder der Vorschuss ist im Voraus zu bezahlen bzw. zu überweisen.

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