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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Wieviel Urlaub habe ich eigentlich?

Alles was Sie zum Thema Urlaub wissen sollten.

Pro Arbeitsjahr haben Sie Anspruch auf fünf Wochen Urlaub. Das Arbeitsjahr beginnt mit dem Tag, an dem Sie in den Betrieb eingetreten sind. In manchen Betrieben ist aber das Kalenderjahr als Urlaubsjahr vereinbart. Fünf Wochen sind 30 Werktage (wenn man die Wochen inkl. Samstag rechnet) oder 25 Arbeitstage (wenn man von einer 5-Tage-Woche ausgeht). Werktage sind alle Kalendertage mit Ausnahme von Sonn- und Feiertagen.

Ab wann bekomme ich Urlaub?
In den ersten sechs Monaten steigt Ihr Urlaubsanspruch im Verhältnis zu der Zeit, die Sie schon im Betrieb beschäftigt bist.
 
  • nach 2 Wochen im Betrieb: ca. 1 Arbeitstag bzw. 1 Werktag
  • nach 1 Monat im Betrieb: ca. 2 Arbeitstage bzw. 2,5 Werktage
  • nach 2,5 Monaten im Betrieb: ca. 5 Arbeitstage bzw. 6 Werktage
 
Mit Beginn des 7. Monats haben Sie Anspruch auf den gesamten Jahresurlaub (5 Wochen). Sobald Ihr zweites Arbeitsjahr im Betrieb beginnt, entsteht der Jahresurlaub immer mit Beginn des jeweiligen Arbeitsjahres.
 
Wann verjährt mein Urlaub?
Zwei Jahre nach Ende des Urlaubsjahres in dem er entstanden ist, verjährt Ihr Urlaubsanspruch. Das bedeutet, dass Sie drei Jahre Zeit haben, um den Urlaub zu verbrauchen. Wenn also vom Urlaub der Ihnen am 1.1.2012 entstanden ist, noch einzelne Tage nicht verbraucht wurden, haben Sie das ganze Jahr 2013 und 2014 Zeit, um sie zu verbrauchen. Der Urlaub wird immer vom ältesten noch vorhandenen Urlaubsanspruch abgezogen.
 
Kann ich auf Urlaub gehen, wann ICH will?
Nein. Urlaub muss immer zwischen Ihnen und dem/der ArbeitgeberIn vereinbart werden. Wenn ein Urlaub aber einmal bewilligt wurde, kann er Ihnen nicht mehr gestrichen werden – außer der Betrieb hat ganz wichtige wirtschaftliche Gründe wie einen Betriebsnotstand. Dann muss aber der/der Arbeitgeber die bereits getätigten Kosten (Stornogebühren) übernehmen. Darum raten wir Ihnen, Urlaub immer schriftlich zu vereinbaren.
 
Kann mich der Arbeitgeber in den Urlaub schicken?
Nein. Urlaub muss immer zwischen Ihnen und dem/der Arbeitgeber vereinbart werden. Das bedeutet, dass der/die ChefIn Sie nicht einfach so auf Urlaub schicken kann.

Was passiert, wenn ich im Urlaub krank werde?
Dauert die Erkrankung länger als 3 Tage, wird Ihr Urlaub ab Beginn der Erkrankung unterbrochen. Eine solche Erkrankung müssen Sie Ihrem/Ihrer ArbeitgeberIn unverzüglich mitteilen und gegebenenfalls auch eine Krankenstandsbestätigung übermitteln.

Pünktlich vom Urlaub zurückkommen!
Und wenn der Urlaub noch so toll ist – Sie müssen unbedingt dafür sorgen, dass Sie wieder pünktlich am Arbeitsplatz erscheinen. Andernfalls könnten Sie Ihren Arbeitsplatz verlieren. Den Urlaub können Sie nur dann verlängern, wenn der/die ArbeitgeberIn einverstanden ist und dies vereinbart wurde.
 
Tipp: Schneechaos am Flughafen oder im Ausland krank geworden? Sollten Sie es aus einem triftigen Grund nicht pünktlich zurück zur Arbeit schaffen, geben Sie dem/der ArbeitgeberIn umgehend Bescheid – am besten auch schriftlich z.B. per Fax oder E-Mail! Nur so können Sie nachweisen, dass Sie nicht unentschuldigt gefehlt haben.
 
Arbeiten im Urlaub?
Auch wenn Sie im Betrieb unabkömmlich scheinen und die Anrufe nicht abreißen: Urlaub ist Urlaub. Sie können es ablehnen, auch im Urlaub „in Bereitschaft“ zu sein und Leistungen zu erbringen.
 
Geld statt Urlaub?
Der Urlaub dient der Erholung. Es ist verboten, Geld statt Urlaub zu vereinbaren, solange Sie in einem aufrechten Arbeitsverhältnis sind.
 
Ausnahme: Wenn Sie aus dem Betrieb ausscheiden, muss Ihnen der nicht konsumierte Urlaub ausbezahlt werden sofern er nicht bereits verfallen ist.
 
Teilzeit- und geringfügig Beschäftigte
Wer Teilzeit arbeitet oder geringfügig beschäftigt ist, hat auch Anspruch auf 5 Wochen bezahlten Urlaub pro Arbeitsjahr.

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