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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Was ist nach dem Lehrabschluss?

Sie sind Lehrling und die Lehrabschlussprüfung steht bald bevor. Viele fragen sich: was passiert danach?

Die sogenannte Weiterverwendungspflicht oder umgangssprachlich „Behaltefrist“ beginnt ab dem Tag an dem der Lehrling ausgelernt ist. Das heißt entweder ab dem Montag nach der bestandenen LAP oder nach Ende des Lehrverhältnisses laut Lehrvertrag beginnt die Behaltefrist zu laufen.  Diese Frist bedeutet, dass der Lehrling trotz absolvierter Lehrausbildung weiterhin im Betrieb und im erlernten Beruf beschäftigt bleiben muss bis zum Ablauf dieser Frist.

Diese Frist kann unterschiedlich lang sein, muss jedoch laut BAG §18 (1) mindestens 3 Monate betragen. Natürlich kann die Weiterverwendungsfrist auch durch den zutreffenden Kollektivvertrag verlängert werden.
 
Beispiel eines Handelslehrlings:
Im Bereich Handel haben die ausgelernten Lehrlinge eine Behaltefrist von 5 Monaten. Endet diese Frist nicht mit Letzten eines Monats, ist diese auf das Ende des Monats zu erstrecken. (z.B.: Endet die Lehrzeit am 15. Juli, so dauert die Weiterverwendungszeit bis 31. Dezember)
 
Nach positivem Abschluss der Lehrabschlussprüfung (LAP) ist der Lehrling am folgenden Montag darauf ausgelernt und es beginnt die Behaltefrist. In dieser Zeit muss der Lehrling eine Entschädigung wie in der zutreffenden Beschäftigungsgruppe im 1. Berufsjahr erhalten (also keine Lehrlingsentschädigung sondern den zutreffenden Gehalt). 
 
Sollte die LAP nach dem Ablauf des Lehrvertrages erfolgen so ist trotzdem das Gehalt entsprechend der Tätigkeit der Beschäftigungsgruppen 2-6 zu bezahlen. Ab dem bestandener Lehrabschlussprüfung beginnt genauso wie im oberen Beispiel genannt wieder die Auszahlung laut Beschäftigungsgruppe im ersten Berufsjahr.

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