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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Metaller-KV: Affront der Arbeitgeber - Bundesweite BetriebsrätInnen-Konferenz am 29. September

Arbeitgeber weigern sich, Kollektivvertragsverhandlungen aufzunehmen

Das Verhalten der FMMI-Arbeitgeber tritt die österreichische Sozialpartnerschaft mit Füßen. Der FMMI sieht sich "außer Stande die Kollektivvertragsverhandlungen aufzunehmen", wenn nicht die Gewerkschaften sich gegenüber der Bundesregierung gegen die Wertschöpfungsabgabe und 6. Urlaubswoche aussprechen. "Wir werden diese Erpressungsversuche nicht hinnehmen. Das ist ein massiver Angriff auf alle ArbeitnehmerInnen in der gesamten Metallindustrie. Den werden wir mit allen uns zu Verfügung stehenden Mitteln bekämpfen", sagen die Verhandlungsleiter Rainer Wimmer (PRO-GE) und Rudolf Wagner (GPA-djp).

Die Gewerkschaften werden am 29. September eine bundesweite BetriebsrätInnen-Konferenz einberufen und dort die weitere Vorgangsweise beschließen. "Die Verantwortung für drohende gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen in der gesamten Metallindustrie haben die Arbeitgeberverhandler des FMMI", sagen Wimmer und Wagner.

Die BetriebsrätInnen-Konferenz findet am Dienstag, dem 29. September 2015 um 11.00 Uhr in der Wiener Stadthalle, Halle F statt.

Forderungsprogramm übergeben

Das Verhandlungsteam der Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp hat am 24. September 2015 das Forderungsprogramm der Beschäftigten für die Kollektivvertragsverhandlungen in der Metallindustrie den Arbeitgebern übergeben. "Die Betriebe sind erfolgreich unterwegs. Es geht um spürbare Lohn- und Gehalterhöhungen für die rund 180.000 Beschäftigten", betonen die beiden Verhandlungsleiter der Gewerkschaften, Rainer Wimmer (PRO-GE) und Rudolf Wagner (GPA-djp).

Bilder von der Übergabe der Forderungen durch das Verhandlungsteam der GPA-djp und PRO-GE finden Sie hier.

Neben der Erhöhung der Löhne und Gehälter, Lehrlingsentschädigungen sowie Zulagen und Aufwandsentschädigungen fordern die Gewerkschaften die Ermöglichung der Freizeitoption. "Die Freizeitoption ist eine innovative Möglichkeit der Arbeitszeitgestaltung. ArbeitnehmerInnen können ohne ihre Normalarbeitszeit zu verändern, die Jahresarbeitszeit verkürzen. Das macht das Modell für mehr zusätzliche Freizeit so erfolgreich", sagen Wimmer und Wagner. Weiters fordern PRO-GE und GPA-djp die Anrechnung aller Lehr- und Arbeitsjahre für das Urlaubsausmaß. "Ein Arbeitsplatzwechsel soll nicht länger bestraft werden. Jetzt müssen Beschäftigte 25 Jahre in einem einzigen Betrieb arbeiten, um die sechste Urlaubswoche zu erreichen. Das ist nicht zeitgemäß. Alle Berufsjahre sollen herangezogen werden", betonen die Verhandlungsleiter.

Weitere Forderungen sind: Der 31. Dezember soll unter Fortzahlung des Entgeltes arbeitsfrei sein. Die Normalarbeitszeit soll bei vollkontinuierlicher Schichtarbeit verkürzt werden. Auch Karenzen sollen künftig vollständig für alle dienstzeitabhängigen Ansprüche angerechnet werden.

Das Forderungsprogramm im Überblick:

  • Erhöhung der Mindestlöhne bzw. Mindestgehälter
  • Erhöhung der IST-Löhne bzw. IST-Gehälter  unter besonderer Berücksichtigung der BezieherInnen niedriger Einkommen
  • Aufrechterhaltung der Vertragsgemeinschaft aller fünf Fachverbände
  • Erhöhung der im Kollektivvertrag angeführten Zulagen und Aufwandsentschädigungen im Ausmaß der Erhöhung der Mindestlöhne und -gehälter
  • Erhöhung der Lehrlingsentschädigungen im Ausmaß der Erhöhung der Mindestlöhne und -gehälter
  • Ermöglichung der Freizeitoption

Rahmenrechtliche Verbesserungen:

  • Vollständige Anrechnung von Karenzen für alle dienstzeitabhängigen Ansprüche
  • Anrechnung aller Lehr- und Arbeitsjahre für das Urlaubsausmaß
  • 31.12. unter Fortzahlung des Entgeltes zur Gänze arbeitsfrei
  • Verkürzung der Normalarbeitszeit bei vollkontinuierlicher Schichtarbeit
  • Verbesserung der Reiseaufwandsentschädigungen bei Reisen in EU-Mitgliedsstaaten
  • Geltungstermin: 1. November 2015

Das Wirtschaftsgespräch mit dem Fachverband der Maschinen-, Metallwaren- und Gießereiindustrie findet heute statt.

KV-Starttermine:

05. Oktober 2015 Maschinen- und Metwallwarenindustrie
09. Oktober 2015 Fahrzeugindustrie
12. Oktober 2015 NE-Metallindustrie (vormittag)
12. Oktober 2015 Bergbau/Stahl (nachmittag)
16. Oktober 2015 Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen
19. Oktober 2015 Gießereiindustrie

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